Apfelschorlen verschiedener HerstellerDer Umsatz an Apfelsaftschorlen hat sich aufgrund seiner Beliebtheit als Sportgetränk in den letzten 15 Jahren verfünffacht. Vor allem für Amateursportler stellt er eine kostengünstige Alternative zu speziellen Sportgetränken dar. Der gesunde Mix aus Mineralien und Fruchtzucker wird aber auch als Energielieferant für Zwischendurch geschätzt. Und so wird die Apfelsaftschorle hierzulande unter den Erfrischungsgetränken am häufigsten getrunken. Doch es gibt auch kritische Aspekte an dem Hype.

Zunehmend fertig abgemischt erhältlich

Neben den zu Hause selbst abgemischten oder in Gaststätten in der Zapfanlage aus Leitungswasser, Apfelsaftkonzentrat und Kohlensäure hergestellten Apfelschorlen bieten seit einigen Jahren viele Getränkehersteller mit großem Erfolg auch fertig gemischte Apfelschorlen in der Glas- und Pet-Flasche sowie im Tetrapack an. Vor allem Amateursportler, die sich keinen extremen, mehrstündigen Belastungen aussetzen, können dabei tatsächlich getrost zur Apfelschorle als Alternative zu den teureren Spezialsportgetränken greifen.

Inhaltsstoffe für Freizeitsportler von Vorteil

Sein Gehalt an Kalium, Kalzium und Magnesium sowie Fruchtzucker ersetzt die beim Schwitzen verlorenen Mineralstoffe sowie Energie meist in ausreichender Form. Handelsübliche Apfelschorlen eignen sich wegen des hohen Anteils an Fruchtsaft von bis zu 60 Prozent allerdings nur zur Ergänzung des Flüssigkeits- und Energiebedarfs nach dem Sport. Wer das Getränk bereits währenddessen zu sich nehmen möchte, sollte auf ein Mischungsverhältnis von 1 (Apfelsaft) zu 3 (Mineralwasser) achten, was es annähernd isotonisch macht.

Nichts für Kleindkinder oder gar Babys

Wegen seines Frucht- und Traubenzuckergehalts wird Apfelschorle aber auch als Energiespender und Durstlöscher im Beruf, auf längeren Autofahrten oder einfach auch nur Zwischendurch zur Stabilisierung des Blutzuckerspiegels sehr gern getrunken - unter anderem beugt er auch Heißhungerattacken vor. Die Freude an den fertigen Apfelschorlen ist jedoch nicht ungetrübt. So schädigt auch ein mit Mineralwasser verdünnter Apfelsaft auf Dauer den Zahnschmelz, weswegen Schorle nicht in eine Nuckelflasche für Babys oder Kleinkinder gehört.

Vorsicht vor "Fruchtsaftgetränken"

Viele Produkte enthalten auch künstliche Aromastoffe (Apfelaromen), Konservierungsstoffe oder Hefezellen. Wer hier sicher gehen möchte, greift am besten zu in Tests immer wieder gut abschneidenden Schorlen von Mineralbrunnenbetrieben oder zum Bio-/Ökoapfelsaft, die es in einer breiten Auswahl zu kaufen gibt. Schorlen aus naturtrübem Saft oder Direktsaft sind ebenfalls aufgrund des speziellen Herstellungsverfahrens oft naturbelassener als klare Schorle, die meistens aus Konzentrat rückverdünnt wird. Gefährlich sind dagegen Produkte, die als „Fruchtsaftgetränke“ deklariert sind. Sie haben mit Schorlen nur entfernt zu tun und besitzen einen dermaßen niedrigen Apfelsaft und zugleich massiv erhöhten Zuckeranteil, dass sie einfach nur ungesunde Energiebomben sind.