Praktisch und im Testumfeld gern gesehen: Ein Gürtelclip verhindert auch das Wegrollen der Taschenlampe (Bildquelle: fenix.de)

Taschenlampen im Test: Was zeichnet die Testsieger aus?

Mit der Einführung der LED-Technik wurden Taschenlampen immer gedrungener und effizienter. Selbst sehr kompakte Leuchten bringen es mitunter auf eine stattliche Lichtleistung und Leuchtdauer. Das Siegertreppchen bleibt aber nur Lampen vorbehalten, die sich flexibel nutzen lassen. Gute Taschenlampen besitzen daher verschiedene Leuchtstufen und erlauben es, die Breite des Lichtkegels zu variieren.
Neben der Leuchtkraft und Flexibilität zählt vor allem die Handhabung. Ideal sind Leuchten, die sich einhändig bedienen lassen. Nützliche Details wie ein Wegrollschutz, ein Gürtelclip oder eine Ladestandsanzeige bringen Extrapunkte. Eine wasserdichte oder mindestens spritzwassergeschützte Ausführung ist genauso obligatorisch.

Wasser- und Staubschutz: Welche Schutzart ist sinnvoll?

Wie gut ein Taschenlampe vor Wasser und Staub geschützt ist, verrät meist der zweistellige IP-Code. Die erste Ziffer gibt den Schutz vor dem Eindringen von Festkörpern an (z. B. Staub), die zweite das Wasserschutzniveau. Wird eine der Ziffern nicht angegeben, tritt an deren Stelle ein X. Beispiel: Eine häufig anzutreffende Angabe ist "IP54" - damit ist die Leuchte sowohl gegen Staub als auch Spritzwasser gerüstet.

Die wichtigsten Schutzklassen in der Übersicht:
1. ZifferSchutz gegen Fremdkörper2. ZifferWasserschutz
0Kein Schutz0Kein Schutz
1Schutz gegen Fremdkörper mit Durchmesser >= 50 mm1Schutz gegen Tropfwasser
2Schutz gegen Fremdkörper mit Durchmesser >= 12,5 mm2Erweiterter Schutz gegen Tropfwasser
3Schutz gegen Fremdkörper mit Durchmesser >= 2,5 mm3Schutz gegen Sprühwasser
4Schutz gegen Fremdkörper mit Durchmesser >= 1 mm4Schutz gegen Spritzwasser
5Schutz gegen Staub in schadhafter Menge5Schutz gegen Strahlwasser
6Absolut staubdicht6Erweiterter Schutz gegen Strahlwasser
--7Wasserdicht bei kurzem Untertauchen
--8Wasserdicht bei dauerhaftem Untertauchen

Vergleich: Die Top 3 der reichweitenstärksten Taschenlampen*

  1. Olight Warrior X Pro
    500 m
    Olight Warrior X Pro
    • Sehr gut

      1,3

  2. Mag-Lite ML150LR
    458 m
    Mag-Lite ML150LR
    • Gut

      1,8

  3. Nitecore SRT7 RED
    333 m
    Nitecore SRT7 RED
    • Gut

      2,0



*Basis: Leuchtweite in m

Die Batteriekeule im Schlagstock-Format hat längst ausgedient. Alle handelsüblichen Taschenlampen sind heute mit LEDs ausgerüstet, die sparsamer leuchten.


Noten-Ranking: Welche Hersteller schneiden in den Tests am besten ab?

HerstellerNotendurchschnitt aus Tests*
Ansmann1,43
Klarus Lighting1,69
Nitecore1,70
Fenix1,86
Nextorch1,88
EagleTac1,95
Carl Walther2,03
LED Lenser2,06

*So haben wir ausgewertet: Datengrundlage sind alle Tests seit 2013, in denen eine Endnote vergeben wurde. Berücksichtigt wurden nur Hersteller mit mindestens drei getesteten Produkten.

Welche taktischen Taschenlampen sind empfehlenswert?

Kompakt, leuchtstark und für den professionellen Einsatz: die XT11 von Klarus (Bildquelle: amazon.de)

Taktische Taschenlampen werden dort eingesetzt, wo das Risiko mitmischt: im Sicherheitsbereich, aber auch im Outdoor- und Jagdbereich. Die Anforderungen an Leuchtkraft und Robustheit sind natürlich deutlich höher als bei Exemplaren für den einfachen Hausgebrauch. Ebenso elementar ist eine simple Bedienung.
Wesentliches Ausstattungsmerkmal taktischer Taschenlampen sind Lichtprogramme, etwa ein Blinklicht- (SOS-Funktion) oder Stroboskop-Modus zu Selbstverteidigungszwecken. Sicherheitskräfte greifen auch häufig zu Lampen mit Schlagzacken. Unangefochtener Testsieger in diesem Segment ist Klarus Lighting mit der sehr kompakten und leichten XT11, gefolgt von der Fenix TK15 und Nitecore P20.