Wassersprudler: Günstiger als der Wasserkasten aus dem Supermarkt

Wie bewerten die Testmagazine Wassersprudler im Vergleich?

SodaStream Crystal 2.0 mit Glasflaschen und CO2-Zylinder. SodaStream Crystal 2.0 mit Glasflaschen und CO2-Zylinder. (Bildquelle: sodastream.de)

Das wichtigste Testkriterium ist die alltägliche Bedienung der Sprudler. Sind etwa die Flaschen problemlos einzusetzen und wieder zu entnehmen, gibt es Pluspunkte. Die Bedientasten zur Dosierung der Kohlensäure sind idealerweise angenehm groß und leicht zu erreichen. Das gleiche gilt auch für den selteneren Wechsel des CO2-Zylindern. Je hakeliger die Prozedur abläuft, desto schlechter wird das Produkt bewertet.

Ist Wasser selbstsprudeln günstiger als Mineralwasser kaufen?

Für Familien und Haushalte, die viel Mineralwasser trinken, lohnt sich bereits im ersten Jahr die Anschaffung eines Wassersprudlers. In den Folgejahren sinken die Kosten noch weiter, da der Sprudler bereits vorhanden ist. Bei Singles rentiert es sich ab dem zweiten Jahr. Das Leitungswasser selbst fällt am wenigsten ins Gewicht. Die CO2-Nachfüllungen kosten etwa 7 bis 8 Euro auf 60 l Wasser.

Es gibt darüber hinaus auch andere positive Nebeneffekte: Der Kauf und Transport vieler Wasserkisten pro Jahr entfällt, wenn das Wasser zum Sprudeln direkt aus der Leitung kommt. Da die Trinkwasserqualität dank strenger Kontrollen in den meisten Orten sehr gut ist, kann bedenkenlos gesprudelt werden.

Wie sicher ist der Umgang mit den Flaschen und den CO2-Zylindern?

Um die Sicherheit von Wassersprudlern ist es gut bestellt: Alle Produkte schneiden in Tests gut ab. Selbst in Belastungsproben und bei starker Fehlbedienung zerbeulen nur wenige PET-Flaschen. Ein Platzen oder gar eine Explosion ist nicht zu befürchten. Technisch gesehen leisten die Überdruck- und Sicherheitsventile an den Gaskartuschen ganze Arbeit. Wichtig zu wissen: Man sollte niemals versuchen, die leeren CO2-Zylinder selbst nachzufüllen. Hierfür gibt es zertifizierte Dienstleister, die kostengünstig die leeren Pfandkartuschen durch volle ersetzen.

Der ARTISAN 5KSS1121 von KitchenAid mit Druckanzeige und Hebel. Der ARTISAN 5KSS1121 von KitchenAid mit Druckanzeige und Hebel. (Bildquelle: amazon.de)

Was unterscheidet die Sprudler mit Glasflaschen von denen mit Plastik?

Die Plastikvariante hält im Gegensatz zur Glasflasche dem heißen Wasser des Geschirrspülers nicht stand. Händisches Ausspülen der Flaschen, Deckel und Verschlüsse gehört damit zur regelmäßigen Pflege. Zusätzlich sollten die PET-Flaschen nach maximal zwei Jahren Nutzung ausgetauscht werden, um das fehlende Auskochen nicht zu einem Risiko werden zu lassen. Viele Hersteller schreiben direkt auf die Flaschen ein Haltbarkeitsdatum.

Gefährliche Schadstoffe konnten in Tests bislang für keine der beiden Varianten festgestellt werden und auch in der Bedienung nehmen sie sich nichts.

Vielseitige, aber teure Sirups

Soll zusätzlich zum Sprudelwasser noch Geschmack ins Glas, gibt es zahlreiche Sirups und Konzentrate. Selbst exotische Varianten wie Energy und Ginger Ale, aber auch der klassische Cola-Geschmack lassen sich zubereiten. Damit ist allerdings der große Preisvorteil gegenüber Wasser und selbst gegenüber den herkömmlichen Erfrischungsgetränken dahin. Wem die Sirups schmecken, oder wer seine Softdrinks selbst dosieren möchte, kann bedenkenlos zugreifen.

Die zusätzlichen Konzentrate sollten bei den Sprudlern mit PET-Flaschen unbedingt in andere Gefäße gefüllt und erst danach mit dem Sprudelwasser aufgegossen werden. Da die Plastikflaschen nicht spülmaschinengeeignet sind, bieten die zuckerhaltigen Rückstände sonst einen idealen Nährboden für Keime.

Soda-Siphon von iSi mit Kohlendioxid-Kapsel. Soda-Siphon von iSi mit Kohlendioxid-Kapsel. (Bildquelle: amazon.de)

Sind Soda-Siphons eine Alternative zu den herkömmlichen Wassersprudlern?

Die kleinen Flaschen mit Ventilverschluss sind nur für den gelegentlichen Gebrauch konzipiert. Zum Beispiel lassen sich damit Cocktails leicht aufspritzen. Mit je einer CO2-Kapsel wird eine Flasche durch Schütteln unter Druck gesetzt und aufgesprudelt. Als Blickfänger bei besonderen Anlässen oder in Restaurants und Bars finden sie ihre Verwendung. Als vollwertiger Ersatz eines Wassersprudlers eignen sie sich nicht. Denn: Die klassischen Sprudler sind deutlich ergiebiger.

Autor: Ron P.