Eis selbst herzustellen hat schon so seine Vorteile. Sie können nicht nur selbst über die Zutaten bestimmen, sondern können auch die wildesten Kreationen erfinden. Doch beim Blick auf unsere Eismaschinen-Bestenliste fällt auf, dass es verschiedene Methoden gibt, um Eis herzustellen. Um leckeres Sahne-, Joghurt- oder Fruchteis herzustellen, haben Sie die Wahl zwischen Eismaschinen mit einem Kühlakku und solchem mit einem integrierten Kompressor. In Tests schneiden die Kompressormodelle in der Regel besser ab. Warum das so ist, verraten wir Ihnen.

Warum sollte ich mir eine Kompressor-Eismaschine kaufen?

Bei Kompressormodellen ist kein Vorkühlen des Eisbehälters notwendig. Eismaschinen mit Kühlkompressoren können ohne Wartezeit in Betrieb genommen werden. (Bildquelle: unold.de)

Eismaschinen mit einem integriertem Kompressor sind selbstkühlend, das heißt sie bringen die im Eisbehälter befindlichen Zutaten komplett automatisch auf die optimale Temperatur. Damit entfallen lästige Vorbereitungsarbeiten wie das Vorkühlen des Behälters oder der Eismasse. Das Gerät ist direkt einsatzbereit. Gerade für Menschen, die oft und gerne Eis essen und dieses möglichst spontan tun wollen, empfiehlt sich daher ein Eisbereiter mit Kühlkompressor. Ein weiterer Pluspunkt: Es lassen sich auch mehrere Eissorten unmittelbar nacheinander zubereiten, bei einem Modell mit Kühlakku sind diese nach einem Durchgang „leer“. Stehen keine vorgekühlte Ersatzakkus bereit, muss erneut die Wartezeit bis zum Herunterkühlen überbrückt werden. Bei den Kühlakku-Maschine ist es außerdem ratsam, die Eismasse selbst vor dem Einfüllen in das Gerät sehr kühl zu halten, bei einem Kompressormodell ist das nicht unbedingt notwendig.
Einige Vertreter bieten mittlerweile enorme Fassungsvermögen von 2,5 Litern. Das ist besonders für große Familien und Menschen, die ihre Eiskreationen gerne mit Freunden teilen, vorteilhaft. So ersparen Sie sich, das Gerät mehrmals hintereinander einschalten zu müssen.

Die besten Kompressormaschinen für die Familienportion Eis

  1. Unold Profi
    2 l
    Unold Profi
    • Sehr gut

      1,3


Die Schwächen: Preis, Gewicht und Lautstärke

Die Klarstein Vanilla Sky Family vereint großes Fassungsvermögen mit kompakten Maßen. Anders als viele andere Kompressormaschinen ist die Klarstein Vanilla Sky Family recht kompakt. (Bildquelle: klarstein.de)

Der größte Nachteil eines Kompressormodells sind die Anschaffungskosten. Während ein solides Akku-Gerät schon für 50 Euro und weniger zu haben ist, starten Kompressormaschinen prinzipiell im dreistelligen Bereich. Für ein zuverlässiges Mittelklassemodell werden gut und gern 200 bis 300 Euro fällig, robuste und langlebige Maschinen der Oberklasse liegen sogar noch deutlich darüber. Die Anschaffung rechnet sich finanziell daher nur, wenn auch tatsächlich viel Eis konsumiert wird, beziehungsweise für Haushalte, in denen Experimente mit diversen Eiskreationen an der Tagesordnung sind.
Das Kühlaggregat schlägt sich zudem im Gewicht nieder, unter 10 Kilogramm wiegt kein Gerät, oft sind die Modelle bis zu 20 Kilogramm schwer. Der Kompressor setzt außerdem ein Kühlelement ein, weswegen die Maschine – vergleichbar einem Kühlschrank – ein paar Stunden vor dem Start nicht bewegt werden darf. Damit jederzeit spontan Eis zubereitet werden kann und Sie sich die Schlepperei ersparen, empfiehlt es sich also, der Maschine einen festen Platz in der Küche oder, noch besser, in einem Hauswirtschaftsraum zu geben. Denn im Betrieb können einige Maschine sehr laut werden.

Tipps für die Ausstattung

Eismaschinen sind sehr einfach über wenige Einstellungen und Tasten zu bedienen, Unterschiede in der Grundfunktion gibt es zwischen den einzelnen Geräten kaum. Trotzdem ist es durchaus angebracht, auf ein paar Punkte zu achten. Etwa auf die Möglichkeit, die Kühl- und Rührfunktion getrennt voneinander einsetzen zu können. So lassen sich beispielsweise die Zutaten in der Maschine selbst verrühren. Außerdem löst sich das fertige Eis besser von der Behälterwand, wenn es ohne Kühlung noch ein paar Mal gerührt wird.

Die Springlane Elisa bietet Automatikprogramme an. Einige Modelle bieten auch Automatikprogramme an, z. B. die Springlane Kitchen Elisa. (Bildquelle: springlane.de)

Umstritten ist dagegen der Nutzen eines Timers zur Voreinstellung der Zubereitungszeit. Viele schwören darauf, die Zubereitung nach Augenschein abzubrechen – wofür das Gerät natürlich einen großen, transparenten Deckel besitzen sollte. Der Grund: Einige Timer blockieren für ein paar Minuten die Maschine, wenn nach dem Ablauf der eigentlichen Zubereitungszeit die Eismasse noch nicht fest genug ist und daher noch weiter verarbeitet werden sollte. Ein fest integrierter Eisbehälter wiederum erschwert die Entnahme des Eises sowie die anschließende Reinigung, entnehmbare Behälter sind daher komfortabler.
Verfügt die Maschine über eine Vorkühlfunktion, verkürzt sich die Zubereitungszeit, und eine Nachkühlfunktion, die das Eis nach der Zubereitung bis zu drei Stunden kalt hält, ist eigentlich unverzichtbar. Andernfalls muss nämlich das Programmende peinlichst genau im Auge behalten werden. Beginnt das Eis zu schmelzen, drohen sich Bakterien zu vermehren. Für Experimentierfreudige könnte die Anschaffung einer Maschine mit zwei Eisbehältern sinnvoll sein, denn damit lassen sich gleich zwei verschiedene Eissorten auf einmal herstellen.