Philips war der erste Hersteller, der – in Zusammenarbeit mit dem Kaffeeröster und Teehersteller Douwe Egberts – eine Padmaschine auf den Markt gebracht hat. Seit dieser Pioniertat wurden die Senseo-Maschinen mittlerweile millionenfach verkauft, sie erfreuen sich hauptsächlich aus zwei Gründen großer Beliebtheit: Sie sind kinderleicht zu bedienen und die in großer Vielfalt, darunter auch von Drittanbietern angebotenen Pads sind umweltfreundlich sowie nicht so teuer wie die Plastikkapseln eine entsprechenden Kapsel-Kaffeemaschine.

In 2 Minuten eine oder zwei Tassen Kaffee, Espresso, Tee ...

Kaffeemaschinen wie die Senseo werden auch „Portionsmaschinen“ genannt, denn das Konzept besteht darin, in kurzer Zeit auf möglichst unkomplizierte Weise ein oder sogar zwei Tassen Kaffee zubereiten zu können. Ursprünglich auf Kaffee beschränkt, gibt es jedoch mittlerweile Pads für die Senseo-Maschinen für Tee oder Kakao sowie sogar Espresso, für den jedoch ein spezieller Padhalter Voraussetzung ist. Darüber hinaus lassen sich auch Kaffee-Milch-Getränke herstellen, dazu später mehr. Die Zubereitung erfolgt nach Einlegen des Pads auf Knopfdruck, nach einer kurzen Aufwärmphase strömt der heiße Kaffee in die Tasse. Ein Vorteil des Senseo-Systems liegt darin, dass gleichzeitig zwei Tassen Kaffee zubereitet werden können. Im Unterschied etwa zum Tassimo-Kapselsystem von Bosch müssen allerdings Padhalter und Auslauf manuell gereinigt werden, dies empfiehlt sich natürlich besonders für den Fall, dass die Kaffeesorte oder sogar die Art des Heißgetränks gewechselt wird. Die Reinigung selbst ist allerdings schnell erledigt.

Vorteile bei Padkosten

Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die Pads bei weitem nicht so teuer sind wie etwa die Kaffeekapseln, mitunter können sie sogar mit den Kosten für eine Tasse Filterkaffee konkurrieren. Die Pads gibt es nämlich nicht nur vom Gerätehersteller Philips, sondern auch von zahlreichen Drittanbietern, unter ihnen Discounter. Wer aufs Geld achten muss oder eher zu den Vieltrinkern gehört, fährt mit einer Senso also besser als mit einer Kapselmaschine. Die Vielfalt an Kaffee-, Tee- oder Kakaovarianten ist riesig, so ziemlich jeder findet früher oder später seine „Lieblingpads“. Sollte dies nicht der Fall sein, sind die individuell befüllbaren, leeren Pads eine sehr interessante und unter Umständen sogar zugleich sparsamere Alternative. Außerdem legen sich nicht wenige Kunden eine Senseo-Maschine zu, weil die Pads, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, umweltfreundlich über den Biomüll entsorgt werden können. Die von vielen gelobte „Crema“ dagegen ist nicht echt, sondern Ergebnis eines Tricks, denn die kleine Schaumkrone wird kurz vor Ende des Brühvorgangs in einer speziellen Kammer mechanisch aufgeschäumt.

Maschinentypen

Alle Senseo-Maschine sind aufgrund der patentierten Brühtechnik im Kern identisch und lassen sich daher auch unterschiedslos mit allen Pads bestücken. Für Liebhaber von Milchkaffeespezialitäten allerdings kommt eigentlich nur eine Modellserie infrage, nämlich die „Latte Select“-Maschinen. Während nämlich alle anderen Senseo-Maschinen für Cappuccino & Co Doppelpads mit Milchpulver verwenden, besitzen sie einen zusätzlichen Behälter für frische Milch, die separat aufgeschäumt wird. Diese Aufgabe übernimmt die Maschine automatisch. Die „Viva Café“-Modelle wiederum sind die Standardmodelle. Es gibt sie in einer breiten Auswahl mit unterschiedlichen Komfortfunktionen, etwa einem höhenverstellbaren Ausguss, Aromaschalter (Variation der Brühstärke) oder einer LCD-Anzeige. Die „Quadrante“-Modelle wiederum weichen vor allem in der Bauform – sie sind mehr oder weniger quadratisch, daher der Serienname – von den Standardmodellen ab, sind ihnen jedoch in puncto Funktionsumfang je nach Modell sehr ähnlich. Wie bei den Viva-Maschinen hängt die Entscheidung daher davon ab, wie viel Komfort man sich gönnen möchte. Mit Ausnahme des Aromaschalters hat die Wahl auf die Qualität des zubereiteten Getränks jedoch letztendlich keinen großen Einfluss.

Autor: Wolfgang