Wie schneiden Einhell-Klimaanlagen in den Magazintests ab?

Einhell-Klimaanlagen finden sich nur selten in der aktuellen Stichprobenauswahl unabhängiger Testinstitute. Ältere Tests charakterisieren Einhell als Anbieter auch optisch ansprechender, vor allem aber leistungsfähiger Klimageräte der „Einstiegsklasse“ (Heimwerker Praxis 4/2007), die trotz hoher Leistungsaufnahme effizient und sparsam kühlen. Im praktischen Teil einiger Testreihen rächen sich allenfalls zu kleine Tragegriffe, lange Kühlzeiten oder – bei einer Einbau-Klimaanlage – ein hoher Stromverbrauch im Stand-by; ein anderes Mal führt die Geräuschentwicklung zu kleineren Punktabzügen in der Gesamtwertung. Allgemein zeigen Einhell-Klimageräte aber ein erfreuliches Bewertungsbild: Einerseits sind sie bedienfreundlich designt, trotzdem kompakt und mit vielen Einstellungsmöglichkeiten relativ günstig. Auch in der Kundenbewertung zählt die Preispolitik des Anbieters zu den oft genannten Vorzügen von Einhell-Klimageräten. Von der "Markenqualität für Preisbewusste" ist man Preiswertes inzwischen gewohnt, blieb dem Hersteller für Gartengeräte und Heimwerkerbedarf nach eigenem Bekunden nichts anderes übrig, als die Produktion ins Billiglohnland China zu verlagern. Aus dem Hersteller mit Stammsitz in Landau ist heute ein reines Entwicklungs- und Vertriebsunternehmen geworden.

Einhell Klimaanlage mit Schlaffunktion Die Sleep-Funktion im Kühlbetrieb vermeidet Unterkühlungen. Hierbei wird die Zieltemperatur für einige Stunden stufenweise gesteigert. (Bildquelle: amazon.de)

Welche Arten von Klimaanlagen führt Einhell überhaupt?

Zwei grundlegende Arten von Klimageräten führt Einhell im Sortiment. Zum einen die kompakten Monoblock-Klimageräte zur sofortigen Inbetriebnahme in allen Räumen. Zum anderen die zweiteiligen Splitanlagen zur Festinstallation. Splitgeräte arbeiten wie ein aufgeteilter Kühlschrank: Die kühlende Fläche ist im Innengerät verbaut, die wärmeableitende hingegen im Außengerät, das etwa auf den Balkon steht oder an die Fassade montiert werden kann. Die Verbindung von Innen- und Außenteil übernimmt eine Kältemittelleitung, in der ein Kältemittel den Wärmeabtransport nach draußen ermöglicht. Während das Innengerät (mit Ventilator und Verdampfer) die Raumluft lediglich ansaugt und kühlt, verbannt das Außengerät den systembedingt lauten Kompressor ins Freie. Modelle mit zwei oder vier Innengeräten lassen sich für mehrere Räume einsetzen und individuell steuern. Viele der Geräte sind über eine Fernsteuerung zu bedienen, die meisten besitzen Automatik-, Nachtfunktion und Timer. Durch eine Luftentfeuchtungsfunktion vermögen sie der Raumluft zusätzlich überschüssige Feuchtigkeit zu entziehen.

Geräte für den Ganzjahresbetrieb: „C+H“

Generell zeichnen sich die schlauchbewehrten Einhell-Geräte durch eine gute Kühl-, Luft- und Entfeuchtungsleistung aus. Ihre größte Stärke ist jedoch das attraktive Preis-Leistungsverhältnis: Die meisten erfüllen - bei einer akzeptablen bis guten elektrischen Leistung – die Vorgaben für die Energieeffizienzklasse A und arbeiten darüber hinaus vergleichsweise geräuscharm. Während das Gros der einteiligen Monoblockgeräte im Markt mit Schalldruckpegeln von bis zu 65 db(A) kaum denkbare Geräte für erholsame Nächte ist, punkten einige Einhell-Monogeräte mit einem erfreulich leisen Betrieb. Gerade in dieser Disziplin scheint ein Schwerpunkt auch bei den Splitanlangen zu liegen. So besitzt die SKA 2501 EQ C+H einen zuschaltbaren Flüsterbetrieb bei einer achtenswerten Kühlleistung von 2.500 Watt. Das Splitgerät kann, wie etwa auch das von Stiftung Warentest (6/2008) mit „gut“ bewertete NSK 3503i C+H, auch zum Heizen verwendet werden, wobei das C+H jeweils für „Cool und Hot“ steht. In Vergleichstests belegen Einhell-Klimageräte regelmäßig die mittleren bis vorderen Ränge. Gute Kritiken wegen ihres erfreulich geringen Energieverbrauchs fahren vor allem das MKA 2000 und das MKA 3000 M ein.