camera-156730_960_720Wer mit der Anschaffung einer Überwachungskamera liebäugelt, sollte sich im Vorfeld gründlich überlegen, welchen Zweck das Gerät erfüllen soll und was der genaue Einsatzbereich sein wird, denn der Markt ist groß und die Menge an Spezifikationen enorm. Zum Beispiel verfügt nicht jedes Modell über eine Schutzklasse höher gleich IP65, welche das Gerät als staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt zertifiziert. Diese Outdooreignung ist allerdings notwendig, sollte die Security-Cam im Außenbereich angebracht werden. In jedem Fall ist es ratsam, sich auch über die Eigenarten der verschiedenen Bauformen zu informieren – von Dome- über Bullet- bis hin zur Mini- bzw. Spionage-Kamera.

img_4832_7_Drahtlos oder verkabelt?
Ebenfalls vom Ort der Montage wie auch von den vorhandenen finanziellen und technischen Mitteln hängt die Wahl der Signalübertragung ab. Hier unterscheidet man grob zwischen kabelgebunden (Koaxial und LAN) und kabellos (Funk und WLAN). Ein Spezialfall der kabelgebundenen Übertragung stellt Powerline dar – hier wird die Stromzufuhr zugleich auch als Weg des Datentransfers genutzt. Im Profisegment kommen hauptsächlich kabelgestützte Lösungen zum Einsatz, denn diese gewährleisten eine störungsfreie Übertragung, welche zudem auch weniger leicht (von Kriminellen) gestört oder abgefangen werden kann. Der Nachteil wiederum liegt darin, dass Löcher gebohrt und Leitungen gelegt werden müssen, was mit zusätzlichem Aufwand und Kosten verbunden ist. Aus genau diesem Grund werden für Privatanwender vermehrt WLAN- oder Funk-Kameras angeboten, da diese sich ohne große Umstände nachrüsten lassen. Probleme können hier jedoch besonders in dicht besiedelten Gebieten auftreten, wenn viele WLAN- und Funknetze auf der gleichen Frequenz senden und es daher zu instabilen Verbindungen kommen kann. Eine Security-Cam, die im entscheidenden Moment kein Signal überträgt, erscheint wenig hilfreich, ist aber immer noch besser als gar keine, da ihr abschreckender Charakter dennoch bleibt.

Funktionen en masse

Die Ausstattungsmerkmale sind zahlreich, weswegen es in diesem Fall ratsam ist, zweckorientiert zu denken. Eine Nachtsichtfunktion z.B. besitzen die meisten Modelle - auch wenn es hier deutliche Qualitätsunterschiede gibt. Bei IP-Kameras – also über LAN oder WLAN verbundene Netzwerkkameras – gehört die Möglichkeit des Fernzugriffs (das übertragene Signal ist jederzeit von überall abrufbar) ebenso zum Standard wie eine Benachrichtigungsfunktion. Im Consumerbereich hingegen nicht so stark verbreitet sind Sicherheitskameras, die sich elektronisch steuern lassen, um Objekten folgen zu können oder einen anderen Blickwinkel zu erhalten – kurz PTZ-Kameras. Hier gilt es zu entscheiden, ob eine Kamera mit Schwenk-Neige-Mechanismus durch ein Überwachungskamera-Set mit mehreren Einzelkameras ersetzt werden kann oder umgekehrt.

Autor: Eike