Quinny Buggys: Kompakte Shoppingbegleiter

QuinnyAuch Väter haben Rechte, ist eines der jüngsten Credos von Quinny, einem wichtigem Begriff in der Buggy-Branche und jungen Dorel-Marke. Der Quinny BuzzXtra etwa, ein dreirädriger Geländekinderwagen und Mix aus schützendem Kinderwagen und schwenkrädrig-wendigem Sportwagen, soll auch die Väter als Kaufentscheider beim fahrbaren Untersatz ansprechen. Die Quinny-Buggys in Reinform hingegen sind eher die Sache der Mütter. In Pressetexten heißt es etwa, dass Quinny-Buggys vor allem das urbane Leben erleichtern, weshalb sie durchaus auch modische Aspekte betonen.

Quinny Moodd Moodd

Nicht alle passen in die gängige Buggy-Typologie

Unter den aktuell sieben Kinderwagenmodellen von Quinny lässt sich erst bei genauem Hinsehen die eigentliche Buggy-Parade identifizieren. Denn dank ihrer kompakten Bauweise sind alle dem Quinny-Credo der Stadttauglichkeit mit Fashion-Anspruch gewachsen, und selbst die sonst klaren Kennzeichen von Sportwagen verschwimmen zu einem einzigen, Quinny-typischen Urban-Design. Nicht ganz so präzise in die gängigen Kategorien „Kinderwagen“, „Sportwagen“ oder „Buggy“ lassen sich etwa der dreirädrige Moodd, der vierrädrige Buzz Xtra und der Buzz einordnen, und der Alt-Klassiker Speedi gehört zu den Kombikinderwagen mit verschiedenen Aufsatzmöglichkeiten. Für alle wiederum gilt: Bei ihnen gewinnt man den Eindruck von Alleskönnern mit ganz klarer urbaner Ausrichtung, doch durchaus gelände- und schluckfreudig bei kleineren Bodenunebenheiten - und dank ihrer Hightech-Optik tatsächlich auch klare Zielgruppentreffer für Väter .

Yezz Yezz

Yezz: Tragbar wie ein Accessoire

Als reinrassiger Buggy tritt am ehesten der Yezz auf. Sein hängemattenartiges Aussehen verdankt er einer einzigartigen Fähigkeit, wie ein Regenschirm zusammengefaltet und wie ein Golfbag über der Schulter getragen zu werden. Laut Quinny hat er die Stadt fest im Griff, er sei besonders wendig und einfach zu handhaben, in Online-Foren hingegen ist häufig die Rede vom ästhetischen Problem, das man mit ihm herumtrage. Die Jurys für Designpreise sehen das offenbar anders. So kann der 5-Kilogramm-Buggy für das Einhand-Elternsein – eine neue Spezies von Großstadtbewohnern – auf den begehrten IF Award sowie den Red Dot Design Award (2010) verweisen. Herausragend sind Tragbarkeit über der Schulter sowie ein 3D-Faltmechanismus ohne Gepfriemel oder Klemmstellen und Fingerfallen. Gelobt wird er außerdem für innovative Materialnutzung: Fallschirmähnliches Material, Befestigungsseile für den Sitz (wie beim Freeclimbing), robuste Räder wie bei Inline-Skates.

Quinny Zapp Zapp

Zapp: Klassiker für den Stadteinsatz

Der zweite reinrassige Buggy in der Quinny-Familie ist der Zapp. Sein Markenzeichen sind Kompaktheit im Klappmodus, Wendigkeit sowie die Möglichkeit, ihn mit einer Autoschale als praktisches Travelsystem nutzen zu können. Als Klassiker im Buggy-Portfolio ist er der typische Shoppingbegleiter mit kofferraumtauglichem Klappmaß, kurzem Radstand für schnelle Wendmanöver im Großstadtgedränge und einem Untergestellkorb mit einem achtenswerten Fassungsvermögen von 5 Kilogramm – theoretisch kann man darin bis zu 5 Packungen Milch unterbringen. Beim Aufsatz einer Babyschale (ECE-Gruppe 0+) kann der Zapp seinen Einsatz bereits ab der Geburt rechtfertigen, soweit nur kurze Wege mit Baby bewältigt werden müssen. Die Griffe sind dank Verbindungsstange einhändig zu bedienen und ideal für Eltern der Handy- und Latte-Macchiato-Generation, die einhändiges Schieben favorisieren. Allerdings gilt auch hier: Das Design muss man mögen, denn das schwalbenschwanzförmige Fahrgestell und der eiförmige Sitzeinhang auf drei kleinen Rädern sind durchaus ungewöhnlich.

Quinny Zapp Xtra Zapp Xtra

Zapp Xtra, Xtra2: Wandlungsfähig und mit Sitzeinhang einklappbar

Beim Zapp Xtra deutet der Name bereits an, in welche Richtung marschiert wird: Im Grunde vertraut er auf dieselben Komponenten wie der Zapp, wirft jedoch ein paar Bonbons in die Fuhre. Beim Zapp Xtra ist das die wendbare Sitzeinheit in oder gegen die Fahrtrichtung, ein besonders häufig gesuchtes Feature und überall da von Nutzen, wo eigentlich ein Schwenkschieber für den Fahrtrichtungswechsel benötigt wird. Die Gründe dafür sind vielfältig, und wer gelegentlich Testmagazine studiert, kennt deren Vorzüge: Je nach Alter und Situation lassen sich Umgebungsreize abschirmen, Wind- und Wetterwidrigkeiten abdämpfen und die Kleinen mit dem Sitz im Elternblick auch schneller beruhigen. Beim Xtra2 kommen Komfortmerkmale hinzu, die Eltern beim Vorgänger schmerzlich vermisst haben: Kompaktes Einklappen samt Sitzeinheit und eine bis in die Liegeposition verstellbare Rückenlehne. Sonnen- und Regenschutz, Verdeck mit großem Sichtfenster, ein bis 5 Kilogramm belastbarer Einkaufskorb und die Einhand-Manövrierhilfe in Gestalt des Schiebegriffes sind gleich geblieben.

Autor: Sonja