Fotohändler: Stundenlanges Warten am PC

aldidienstDie Redakteure der Zeitschrift ''PCgo'' haben 15 unbearbeitete JPEG-Aufnahmen zu sieben verschiedenen Online-Bilderdiensten geschickt und auf die Resultate gewartet. Mehr noch als die Bildqualität hat sie jedoch zunächst interessiert, wie gut der Bestellvorgang via Software und Internetverbindung klappte. Während man abschließend mit der Bildqualität zufrieden war, kann dasselbe nicht vom Bestellen berichtet werden: Teilweise saßen die Tester stundenlang vor ihren Computern und mussten sich mit Fehlfunktionen herumschlagen.

Auf dem Weg zur erfolgreichen Bestellung kann tatsächlich einiges schief gehen. Außerdem fallen versteckte Zusatzkosten an, was jeweils der Bestellsoftware geschuldet war. Um gerade den Bestellservice genau unter die Lupe zu nehmen, haben die Testredakteure nicht nur Bilder, sondern auch gleich noch ein ''Fotogeschenk'' in Form einer Tasse, eines Kalenders oder eines Puzzles bestellt. Alles bedruckt mit einem eigenen Foto.

Obwohl die Lieferzeit bei Aldi kurz war, dauerte die Bestellung umso länger: Ganze zwei Stunden und zehn Minuten brachte der Tester hiermit zu. Das lag aber vor allem an der doppelten Bestellung von Fotos plus Fototasse bzw.Fotokalender. Zunächst lief der Upload der 15 Fotos sehr einfach und schnell, da die Software auch ZIP-Dateien akzeptierte. Als dann die Fototasse bestellt werden sollte, passierte es: Die schon hochgeladenen Fotos waren wieder aus der Bestellung verschwunden. Beim zweiten Anlauf waren dann ärgerlicherweise die Fotos wieder da, das aber nun in doppelter Ausführung. Das Löschen dauerte dann seine Zeit. Da man nicht die Tasse zum zweiten Mal ordern wollte, verlegte man sich nun auf die Bestellung eines Kalenders. Den Kalender ordentlich mit den eigenen Fotos zu bestücken erwies sich ebenfalls als aufwendig. Zum bitteren Ende stellte sich dann noch heraus, dass die Bestellung der Fotos nicht mit der des Kalenders kombiniert werden konnte – doppelte Versandkosten waren die Folge.

Ebenfalls ein Spitzenreiter in puncto Zeitaufwand war der Dienst von snapfish.de, der Fotoservice von HP. Bilanz: 80 Minuten. Genau wie bei Aldi verursachte die doppelte Bestellung doppelte Versandkosten. Für den so genannten Komfort-Upload musste eine zusätzliche Anwendung auf dem Rechner installiert werden. Als mühsam erwies sich auch der HTML-Upload, für den jedes Foto einzeln ausgewählt und hochgeladen werden musste. Als die Testredakteure schließlich die Bestellung versenden wollten, ''hakelte'' die Internetseite. Dafür konnte hier per Bankeinzug bezahlt werden, was kostengünstig ist, und die Bestellung war ebenso schnell da wie beim 24h-Bildexpress. Nur preiswerter.

Autor: Anne K.