Fotodienste: Fotodienste im Test - Fotokasten druckt die besten Poster

Fotodienste im TestEinige Fotolabore bieten ihren Kunden an, Fotos in Postergröße zu entwickeln und ins Haus zu liefern. Die Zeitschrift ''Chip Foto-Video digital'' hat mit einer Testcollage 14 verschiedene Anbieter getestet und vor allem die Bildqualität und den Service der Bilderdienste untersucht. Das Labor Fotokasten konnte mit dem besten Druckergebniss aufwarten, in puncto Service kann sich der Dienst immerhin auf dem dritten Platz behaupten.

Für die Lieferung brauchte Fotokasten nur etwas mehr als einen Tag, während der Anbieter Photobox schon acht Werktage für den Auftrag benötigte. Außerdem zeigten die Poster von Fotokasten, zusammen mit Saal Digital, die natürlichsten Hauttöne bei Portraitfotos. Anbieter wie bw-Poster und digiposter dagegen lieferten Portraits, deren Hauttöne einen deutlichen Rotstich zeigten. Besonders natürliche Farben im Allgemeinen konnte der Fotodienst Saal Digital vorweisen, während der besonders preiswerte Dienst CeWe mit hohen Kontrastunterschieden nicht so gut umgehen konnte: Die Poster zeigten überbelichtete Stellen. Bevor der Kunde ein Poster von seinem eigenen Foto anfertigen kann, muss er das Bild im Internet hochladen. Für die Anbieter CeWe und bw-Foto muss eine spezielle Software vorher auf dem Rechner installiert werden. Posterjack und digiposter beschränken die Dateigröße auf 25 bzw. 20 Mbyte; Detailverluste im Bild waren nachher jedoch kaum auszumachen. Ärgerlich wurde es bei bw-Foto: Hier wird die Dateigröße ungefragt auf 5 Mbyte komprimiert, was für ein Poster schlicht zu wenig Bildinformationen bedeutet. Wer ein unverfälschtes Poster bekommen möchte – auf dem vor allem die Farben original wiedergegeben werden – der sollte vorher darauf achten, dass er die Bildverbesserung deaktiviert. Auf Unverständnis der Tester traf die Bildverbesserung von Aldi, Pixelnet und bw-Foto. Trotz vorheriger Deaktivierung der Bildverbesserung waren deutliche Abbildungsfehler durch nachträgliche Schärfung und Übersättigung der Farben auf den Postern zu bemerken.

Vollautomatische Produktionsprozesse – vollautomatische Fehler?

Es ist wie mit dem Restaurantkritiker: Bei diesem Test ist nicht ganz klar, wie sehr die Fotodienste bemerkt haben, dass sie getestet wurden. Denn welcher Normalverbraucher schickt schon Postercollagen mit Teststreifen ein? Aus diesem Grund sind aber auch schlechte Ergebnisse besonders aufschlussreich. Man muss dann annehmen, dass die Fehler ''von der Stange'' sind und bei jedem Verbraucher wieder auftreten – egal ob Kritiker oder Otto Normal.

Wenn Sie alle 14 Bilderdienste im Vergleich überschauen möchten, finden Sie hier eine praktische Übersicht und weitere Informationen.

Autor: Anne K.