Worauf achten Testmagazine bei der Bewertung von Reisestativen?

Das ideale Reisestativ ist leicht, lässt sich kompakt zusammenfalten, bietet gleichzeitig eine angenehme Arbeitshöhe und gute Stabilität – die eierlegende Wollmilchsau also. Tester prüfen vor allem wie stabil ein Stativ ist und wie es sich bei Erschütterungen verhält. Eine weitere wichtige Rolle spielen die Verarbeitung und die Handhabung.

Was sollte ich vor dem Kauf eines Reisestativs wissen?

Rolleis Reisestativ Compakt Traveler No 1 Carbon Kompaktes Dreibeinstativ für Reisen. Carbon sorgt für ein besonders geringes Gewicht. Quelle: Rollei

Letztendlich ist ein Reisestativ immer ein Kompromiss aus Kompaktheit und Stabilität. Daher sollte man sich vor dem Kauf fragen, auf welche Eigenschaften es einem persönlich besonders ankommt. Soll das Stativ beispielsweise auf mehrtägigen Wanderungen mit einer relativ schlanken Systemkamera genutzt werden, sollte es möglichst leicht ausfallen und muss gleichzeitig keine übermäßig hohe Traglast bieten. Für eine schwere Spiegelreflexkamera mit Teleobjektiv muss die traglast jedoch schon höher ausfallen, was sich dann auch im Gewicht des Stativs bemerkbar machen wird.

Leichte Stative sind zumeist zwar anfälliger für Wind und weniger standfest als schwere Varianten. Um für mehr Stabilität zu sorgen, lässt sich bei den meisten Modellen aber ein Gewicht an einem Haken an der Mittelsäule befestigen, beispielsweise ein Fotorucksack.

Außerdem sollte man überlegen, wie hoch das Stativ sein muss, denn je höher, desto schwerer und unhandlicher wird das Stativ. Zwar können auch einige leichte und kompakte Stative eine sehr große Höhe erreichen, dies geht in der Regel aber zulasten der Stabilität, da eine größere Zahl an Beinsegmenten und/oder eine zweiteilige Mittelsäule eingesetzt werden.

Reisestative mit der höchsten Traglast

  1. 3 Legged Thing Leo
    30 kg
    3 Legged Thing Leo
    • Gut 1,9
  2. togopod Mika
    25 kg
    togopod Mika
    • Sehr gut 1,2
  3. togopod Lukas
    25 kg
    togopod Lukas
    • Gut 1,7

Einbeinfunktion des Trekking Duo Carbon von Hama Häufig kann ein Bein eines Reisestativ in Verbindung mit der Mittelsäule zu einem Einbein-Stativ kombiniert werden. Quelle: Hama

Aluminium oder Carbon?

Gerade bei Reisestativen macht sich der Einsatz von Carbon beziehungsweise Kohlefaser bezahlt, da das Material leichter als Aluminium ist und eine sehr hohe Steifigkeit bietet. Hierdurch lassen sich ein paar Hundert Gramm einsparen. Allerdings fallen Carbon-Stative auch teurer aus als die Aluminium-Varianten. Dass man aber auch für ein flexibles Carbon-Stativ kein Vermögen ausgeben muss, zeigt Rollei mit dem Compact-Traveler No. 1 Carbon, das für rund 130 Euro angeboten wird.

Maximale Flexibilität durch Einbein-Funktion

Immer mehr Stative bieten die Möglichkeit, eines der Beine in Verbindung mit der Mittelsäule als Einbein-Stativ zu nutzen. Das kann auf Reisen praktisch sein, wenn auf einem Tagestrip vielleicht nur ein Einbein zum Stabilisieren des Teleobjektivs benötig wird und der Rest des Stativs im Hotel gelassen werden soll.

Die leichtesten Reisestative

  1. Cullmann Carvao 816TCS
    445 g
    Cullmann Carvao 816TCS
    • keine Tests
  2. Cullmann Carvao 816TC
    500 g
    Cullmann Carvao 816TC
    • ohne Endnote

Autor: Andreas K.