stative-im-test1Bei der Herstellung von Stativen ist das Material Carbon auf dem Vormarsch. Stative aus Aluminium werden so langsam aber sicher vom Markt verdrängt. Da haben sich die Redakteure der Zeitschrift ''SPIEGELREFLEX digital'' natürlich gefragt, ob die teuren Carbonmodelle diese Vormachtstellung überhaupt verdienen. Zwei große Alu- und zwei kleine Carbonstative mussten zum Test antreten. Der Testsieg ging tatsächlich an ein Aluminium-Dreibein: Das Cullmann Magnesit 532 bot einfach den besten Halt.

Besonders die sehr hohen Steifigkeitswerte überzeugten die Testredakteure und verhalfen dem Magnesit 532 zum Testsieg. Gleichzeitig war dieses Alu-Stativ das preisgünstigste im gesamten Test. Es kostet etwa 140 Euro. Einen weiteren Superlativ erreicht es bei der Auszugshöhe: Es kann die Kamera auf eine Höhe von 1,80 Metern stemmen. Leider lässt es sich nicht besonders klein zusammen packen, wodurch es nicht unbedingt der ideale Reisebegleiter ist. Gefallen hat den Testredakteuren auch die ''angenehm großen'' Schnellspanner und die Wasserwaage an der Stativschulter. Sie erlaubt eine genaue Ausrichtung des Stativs. Gute, aber eher durchschnittliche Werte zeigte das Magnesit 532 bei der Belastungsmessung. Es sank bei großer Belastung um 1,1 Zentimeter ab.
Auf dem zweiten Platz im Test befindet sich das Cullmann Magnesit 528C. Es ist zumindest teilweise aus Carbon gefertigt – Beine und Mittelsäule bestehen aus dem leichten Kunststoff. Allerdings ist dieses Dreibein im Vergleich mit der Auszugshöhe immer noch etwas schwerer als das reine Carbonstativ 190CX3 von Manfrotto. Dafür wies dieses Modell von Cullmann im Gegensatz zum Testsieger das geringste Packmaß von allen Stativen im Vergleich auf. Auch hier gefielen die großen Schnellspanner und die Kombifüße. Mit ihnen fand das Stativ guten Halt auf ganz unterschiedlich beschaffenen Untergründen. Die Schwingungssteifigkeit des 528C war sehr gut, doch die Mittelsäule aus Carbon brachte keinen erkennbaren Vorteil im Schwingungstest.
Auf Platz drei im Test landete wiederum ein Stativ aus Aluminium, das Gitzo GT2331. Es kostet etwa 350 Euro und war damit das teuerste Stativ in diesem Test. Es wiegt zudem zwei Kilogramm und ist somit beileibe kein Fliegengewicht. Im Labor zeigte dieses Dreibein die schlechtesten Steifigkeitwerte. Dafür holte es im Belastungstest auf: Es gab nur um 1,1 Zentimeter nach.

Hier finden Sie eine Übersicht, die alle vier Stative und ihr jeweiliges Testergebnis anzeigt.

Autor: Anne K.