Obwohl es das Fernabgabegesetz schon seit vielen Jahren mit seinen strengen Regeln für Online-Händler gibt, war es vor einigen Jahren für viel Käufer noch undenkbar, sich hochwertige Artikel im Internet zu bestellen. Das hat sich bis heute grundlegend geändert und Multimedia-Onlineshops erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, was letztendlich an vielen Faktoren liegt, die der Einzelhandel mit Ladengeschäft nicht bieten kann. Das mussten sogar die Manager von Saturn und Media-Markt einräumen, die im Jahre 2012 als Letzte ins Online-Geschäft eingestiegen, um den eigenen Untergang abzuwenden.

Transparenz und Sicherheit

In einem guten Online-Shop bekommt man die Produkte so angeboten, wie sie auch in der Realität sind. Dazu gehören detaillierte Produktbeschreibungen, Abbildungen, Lieferzeit und in vielen Fällen Käufermeinungen, die auch herbe Kritik an einem Artikel enthält, wenn dieser nichts taugt. Amazon hat es vorgemacht und war dadurch nicht mehr zu bremsen und wurde zum größten Online-Anbieter in der westlichen Welt. Diesem Beispiel folgten die meisten Multimedia-Shops und übernahmen auch die Transparenz und Sicherheit beim eigentlichen Einkauf. So weiß der Kunde immer, was in seinem Warenkorb enthalten ist und welchen Betrag man dafür an der Kasse zahlen muss. Es muss als Selbstverständlichkeit angesehen werden, dass man sich während des Einkaufs auf einer SSL-verschlüsselten Seite befindet und die persönlichen Daten nicht von Dritten mitgelesen werden können. Bewegt man sich nach getätigtem Einkauf zur Kasse, müssen die Versandkosten und alle Einzelposten kontrollierbar, Letztere auch änderbar, sein und beim Bezahlen sollten mehrere sichere Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Einen besonderen Käuferschutz bietet Paypal an, das in den meisten Shops als Alternative angeboten wird. Eine Belehrung über das Widerrufs- und Rückgaberecht ist gesetzliche Pflicht.

Kundenservice

Der Kundenservice beginnt bereits mit dem Betreten des Shops und viele bieten inzwischen die Beratungsmöglichkeit via Chat oder telefonischen Rückruf an, wenn der Kunde Hilfe benötigen sollte. Eine spezielle Support-Seite sollte alle Varianten des Kundenservice enthalten und gleich Antworten auf häufige Fragen (FAQ) bieten. Kontaktdaten für E-Mail, Post, Telefon und Chat sollen dem Kunden bei Schwierigkeiten weiterhelfen und hier trennt sich die Spreu vom Weizen, da dieser Service des Shop-Betreibers mit hohen Kosten verbunden ist. Im Weiteren sollten auf der Support-Seite Links für den Download-Sektor vorhanden sein, der Treiber und wenn möglich Handbücher zur Verfügung stellt bzw. eine Weiterleitung zur Support-Seite des Herstellers. Die Rückgabe eines Artikels innerhalb der gesetzlichen Frist muss einfach und reibungslos vonstattengehen – amazon macht es vor.