Onlineshops: Vier Internet-Versandhäuser im Vergleich

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Online-ShopBequem im Internet einkaufen – bei welchem Versandhaus lohnt sich dies am ehesten? Zur Beantwortung dieser Frage erledigte das Magazon „Computer“ Testeinkäufe bei vier Internet-Versandhäusern. Dabei überzeugte der Marktführer Amazon.de am meisten. Die beiden Versandhäuser discount24.de und technikdirekt.de belegten mit einer „noch guten“ Leistung die Plätze zwei und drei. Etwa abgeschlagen landete dagegen mybuy.de auf dem letzten Platz, wird aber immer noch als „befriedigend“ beurteilt.

„Eingekauft“ hat „Computer“ zehn repräsentative Artikel, darunter acht Multimedia- und zwei Haushaltsprodukte. Ihr Preis wurde mit dem aus dem Internet ermittelten Durchschnittspreis jedes Artikels verglichen. Am günstigsten wäre dabei der Einkauf bei Amazon gekommen. Um knapp 6 Prozent lag Amazon unter den zuvor ermittelten Durchschnittspreisen. Positiv bewertet wurde auch die „riesige“ Produktauswahl, der übersichtliche Seitenaufbau und die während der Eingabe von Amazon präsentierten Vorschläge, die die Suche nach einem Produkt erleichtern. Letztendlich aber war die hohe „Schnäppchen“-Quote für den Testsieg verantwortlich.

Die Preise sind fair, doch die Versandkosten leider sehr hoch. Dieses Kurzfazit zieht „Computer“ über das zum Otto-Konzern gehörende Internetversandhaus Discount24. Mehr als 12 Euro für Nachnahme und Versand – deutlich teurer als die Konkurrenz – verteuern so manches als Schnäppchen eingeschätzte Produkt. Überhaupt: Vorsicht bei Schnäppchen-Angeboten. Eine Recherche im Internet ergibt häufig, dass die Produkte in anderen Shops günstiger sind. Dafür stimme das Angebot von Discount24. Das Versandhaus biete nicht nur eine üppige Auswahl an technischen Geräten, sondern auch aus dem Bereich Fashion. Die Suchfunktion ist aber mitunter etwas langsam, ebenso der Seitenaufbau. Unterm Strich bewertete deshalb „Computer“ die Internetseite mit „noch gut“ - wie auch den dritten Kandidaten Technikdirekt. Positiv falle sofort die sehr übersichtliche, überhaupt nicht – wie bei Discount24 – marktschreierisch aufgemachte Seitengestaltung ins Auge sowie die große Auswahl an (Haushalts-)Technik- und Multimedia-Produkten. „Super“ sei auch die Möglichkeit, Produkte direkt in einer übersichtlichen Tabelle miteinander vergleichen zu können. Leider waren die Preise bei Technikdirekt „durchwachsen“, weswegen sich bei einem Einkauf ein Seitenblick ins Internet empfiehlt.

Von den Konzernen Arcandor und Springer als Angriff auf den Platzhirschen Amazon geplant, muss sich dieser allerdings vor dem neuen Konkurrenten Mybuy (noch) nicht fürchten. Das Internetversandhaus erhielt nur die Note „befriedigend“. Ausschlaggebend dafür war zum Beispiel der wenig kundenfreundliche Versand, der allein auf Vorkasse oder mit Kreditkarte abgewickelt werden kann. Eine Rückbuchung des Kaufpreises bei Reklamationen ist deshalb nicht möglich – und auf die Erstattung warte man, wie User in Foren berichten würden, mitunter bis zu vier Wochen. Das Portal leistete sich auch grobe Schnitzer bei zwei Produkten, die deutlich über dem Durchschnittspreis lagen – hier konnte auch der kostenfreie Versand nichts mehr retten.

Autor: Wolfgang