FloristenSie sind noch immer der universelle Klassiker als Präsent zum Geburtstag, als Entschuldigung oder bei Trauerbekundungen: Blumen. Dabei muss man sich längst nicht mehr zum teuren Blumenhändler in der Stadt bewegen, ja, nicht einmal das Haus verlassen. Auch die Blumenbranche hat das Internet für sich entdeckt. Und so ist es mittlerweile auf Mausklick möglich, Blumengrüße zu versenden – und das nicht nur an Adressen in der selben Stadt, sondern landesweit, teilweise sogar bis ins Ausland.

Große Unterschied in jeder Hinsicht

Doch Vorsicht: Die Qualität der Ware, die Produktvielfalt und die Preise unterscheiden sich allesamt recht deutlich. Hierbei ist tatsächlich einmal das klassische Vorurteil gegenüber Discounterware gerechtfertigt – obwohl die Lebensmitteldiscounter ansonsten längst Topware bieten und sogar vereinzelt sehr ordentliche Elektronikschnäppchen vorweisen können. Doch Blumen sind eben ein sehr empfindliches Produkt und vor allem bei der Frische hapert es dann leider doch recht oft.

Discounter klare Preissieger

Wie mehrere Tests mittlerweile nachgewiesen haben, glänzen die Discounter beim Blumenversand vor allem mit ihrem Preisvorteil. Wie man es von einem Discounter auch erwartet, sind die Preise für Sträuße teils nur halb so hoch wie bei der klassischen Konkurrenz. Und wer zahlt für eine Handvoll Rosen schon gerne 50 Euro, wenn er das Ganze auch für 20 Euro haben kann? Allerdings: Die Auswahl ist eben auch entsprechend klein. Vergleiche zeigen, dass professionelle Blumenanbieter teils eine Auswahl von mehr als 120 Sträußen bieten, während es preiswerte Versender bei 20 belassen.

Das Problem ist jedoch die Qualität

Das große Problem ist aber die Frische: Mit der beliebten 7-Tage-Garantie können nur die wenigsten Anbieter wirklich durchkommen. Nicht selten ist die Qualität und Frische der Blumen eher wenig überzeugend. Laut einer Erhebung der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien würden 76 Prozent der Sträuße bereits mit zumindest einzelnen welken Blättern oder hängenden Köpfen geliefert, nur 66 Prozent konnten nach fünf Tagen noch als frisch bezeichnet werden. Nach sieben Tagen schafften das sogar nur 44 Prozent.

Abwägungssache

Leider schneiden in dieser Hinsicht dabei vor allem die Discounter schlecht ab, aber auch Blume 2000 oder Euroflorist können weniger überzeugen. Wer auf Qualität setzt, fährt mit dem Klassiker Fleurop demnach immer noch am besten. Auch im Gesamturteil sind Unternehmen wie Fleurop oder FloraPrima meist spürbar vor den Discountern platziert – je nach Gewichtung der Testkriterien. Es muss also in diesem Fall wirklich jeder selbst wissen, ob er Qualität will oder sparen möchte.