FlugsuchmaschinenWer keine Pauschalreise bucht, muss sich nicht nur selbst um die Buchung seiner Unterkunft kümmern, sondern auch um die Beschaffung eines geeigneten Reisemittels – vor allem bei internationalen Reisen in der Regel also um einen Flug. Entsprechende Internetportale wollen einem dabei unterstützend unter die Arme greifen, indem sie die Angebote verschiedener Anbieter mehr oder weniger übersichtlich zusammenfassen und so theoretisch die Wahl des preiswertesten Angebotes zu lassen.

Die Suchmaschinen haben komplett unterschiedliche Angebote

Denn in der Realität sind natürlich auch Flugsuchmaschinen nichts anderes als Unternehmen, die ihren Umsatz machen wollen. Und so sind beim Buchen jede Menge Fußangeln zu beachten, die bereits bei der Zusammenstellung der Angebote beginnen. Denn welche Flüge angeboten werden, hängt ausschließlich von den Kooperationen des Portals mit den Fluganbietern zusammen. Es ist also nicht garantiert, dass eine Suchmaschine auch stets die günstigsten Flüge zu allen Zielen bereithält. Auch können Angebote von bevorzugten Partnern günstiger dargestellt sein, indem Nebenkosten geschickt kaschiert werden.

Beratung ist Mangelware

Umso wichtiger ist es also, in diesem Bereich mit einer Spur Skepsis an die Sache zu gehen – zu verschenken hat schließlich niemand etwas. Das Studium von Testberichten ist dabei die eine Seite der Medaille, die andere ist der gesunde Menschenverstand. Beratung braucht man dabei kaum erhoffen. Die meisten Flugsuchmaschinen bieten keine solche an. Und ist doch einmal etwas wie ein Chat vorhanden, schwankt dessen Beratungsqualität ähnlich wie bei den ungeliebten Hotline-Nummern zum Teil ganz erheblich.

Vorsicht bei kostenpflichtigen Hotlines

Und wo wir schon bei diesen wären: In der Regel muss man selbst kostenpflichtige Hotlines auf der Website regelrecht suchen. Denn am liebsten ist es den Anbietern, wenn man alles selbst macht und sie einfach nur als Vermittler auftreten, der die Provision kassiert. Ist eine Hotline schließlich gefunden, kann es schnell teuer werden. Ärgerlich sind Anrufe auf teuren 01805- oder gar 0900-Sonderrufnummern besonders dann, wenn es nicht einmal um Beratung sondern vielmehr die Klärung von Problemen geht. Wer Stornos oder Rückbuchungen klären möchte, streckt erst einmal viel Geld vor, ehe er – wenn überhaupt – ans Ziel gelangt. Portale mit einer kostenfreien 0800-Nummer signalisieren daher, dass sie die Probleme der Kunden ernst nehmen.

Keine voreiligen Überweisungen

Überhaupt sollte man aus genau solchen Gründen nie direkt überweisen. Zunächst sollte man das Eintreffen der Buchungsbestätigung abwarten. Denn wenn sich dann noch Fragen ergeben, muss man nicht erst komplizierte Rücktransfers veranlassen. Schließlich kommt es immer wieder vor, dass Flüge bereits ausgebucht wurden und das System dies nur nicht schnell genug mitbekommen hat – oder schlicht zwei Kunden gleichzeitig auf den Transferbutton klicken.

Versteckte Service-Gebühren

Überhaupt das liebe Geld: Während bei deutschen Anbietern stets der Endpreis inklusive Steuern angegeben werden muss, dürfen Unternehmen mit Sitz im Ausland mit vermeintlichen Dumpingpreisen werben – obwohl dann noch teilweise 20 bis 30 Prozent an Steuern und dubiosen Service-Gebühren hinzukommen. Fußnoten und AGB sollten also wirklich sorgfältig studiert werden, auch wenn das niemand gerne macht. Ohnehin ist es sicherer, wenn man auf ein Impressum achtet, in welchem ein Sitz in Deutschland angegeben wird. Und Vorsicht: Viele Portale klingen sehr ähnlich. So stecken hinter fluege.de und flüge.de zwei verschiedene Anbieter – man sollte also ganz sicher gehen, auch wirklich beim gewünschten Serviceportal gelandet zu sein.