Inliner: Die richtige Rollengröße

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Neben der Passform zählt die Rollengröße zu den entscheidenden Kriterien beim Kauf eines Inliners. Einen ersten Anhaltspunkt bietet die Rollengröße. Kleinere Rollen sind wendiger und beschleunigen besser, während große Rollen eine höhere Geschwindigkeit erzielen und längere Fahrten angenehmer machen. Anfänger greifen daher in der Regel eher zu kleineren Rollen, auch weil sie weniger „wackelig“ sind, während Fortgeschrittene mit einer guten Fahrtechnik größere Rollen bevorzugen.

Für Fitness-Skates liegt die Bandbreite der Rollengröße zwischen 72 bis 90 Millimetern, als Mittelmaß, vor ein paar Jahren noch 76 Millimeter, haben sich mittlerweile 84er-Rollen durchgesetzt, da sie einen guten Kompromiss und speziell für Anfänger genügend Potenzial nach oben bieten, sobald sich die Fahrtechnik stabilisiert hat. Speedskates dagegen werden mit Rollen zwischen 84 und 110 Millimetern bestückt. Eine Ausnahme bilden die Aggressive-Skates. Ihre Rollen sind bis zu 55 Millimetern klein, damit die Skates die für Kunststücke notwendige Wendigkeit besitzen. Für längere Strecken auf der Straße sind sie nur sehr bedingt geeignet. Hockeyspieler wiederum bevorzugen Rollen mit 72 bis 90 Millimetern.

Prinzipiell ist davon abzuraten, (Schnäppchen-) Skates mit Plastikrollen zu kaufen, da deren (Ab-) Rollverhalten extrem schlecht ist. „Richtige“ Inliner haben Rollen aus einer Mischung aus Kunststoffen und Elastomeren. Sie unterschieden sich im Härtegrad, der in Durometer (Abkürzung: A) angeben wird. Je härter die Rolle, desto weniger Haftung bietet sie, was sich auf feuchten oder glatten Straßen schnell negativ bemerkbar machen kann. Dafür erlauben sie aufgrund ihres geringeren Rollwiderstandes eine höhere Geschwindigkeit – Speedskates-Rollen sind daher meistens zwischen 82A und 86A hart. Fitness-Skates hingegen haben Rollen der Härte 78A bis 84A, während die für Sprünge und Co ausgelegten Aggressives mit Werten über 88A (maximal: 100A) extrem hart ausfallen. Ihre Bodenhaftung ist sehr gering, außerdem nutzen sie sich weniger schnell ab. Übrigens: Könner und Kenner montieren gerne Rollen unterschiedlicher Härten auf die Schiene, um das Fahrverhalten individuell zu optimieren.

Als Rebound wiederum wird die Fähigkeit der Rolle zum Zurückfedern bezeichnet. Je geringer er ausfällt, desto effizienter wird die aufgewendete Kraft auf den Untergrund übertragen. Gleichzeitig sinkt damit natürlich die Dämpfung und damit der Fahrkomfort. Elastische Rollen mit einem hohen Rebound werden deshalb in der Regel für das normale Skaten beziehungsweise Fitness-Skates vorgezogen, „Tempobolzer“ wünschen sich hingegen einen möglichst geringen Rebound. Im Aggressive-Bereich schließlich sind die Rollen gewöhnlich sehr flach, da dies eine höhere Auflagefläche und damit Stabilität gewährleistet. Der hohe Abrollwiderstand macht sie jedoch, wie schon erwähnt, mehr oder weniger ungeeignet für das normale Skaten auf der Straße. Bei Speed-Skates hingegen fallen die Rollen der geringeren Reibung wegen oft sehr spitz aus. Da sie deswegen jedoch instabiler sind, haben Rollen für Fitness-Skates ein vergleichsweise rundes Profil, das nicht nur für Anfänger meistens einen optimalen Kompromiss darstellt.

Autor: Wolfgang