Spinning-Bikes: Tests

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Kaufberatung für Wohnzimmer-Triathleten

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. kaum seriöse Produkttests zu Spinning-Bikes verfügbar.
  2. Einstellen des Widerstands meist per Filzbackenbremse – nicht bei allen Geräten lässt sie sich fein dosieren.
  3. hohe Schwungmassen begünstigen „runden Tritt“ (Marktnorm: ca. 20 kg).
  4. Tipp: Auf genormte Sattelaufnahme achten (Austauschbarkeit).
  5. Riemenantrieb leiser und praktisch wartungsfrei.

Welche Tests gibt es zu Spinning-Bikes?

Checkliste: Das sollte ein gut ausgestattetes Indoor-Bike draufhaben:
  • ✓ mindestens 20 kg Schwungmasse (je höher, umso runder der Tritt)
  • ✓ horizontal und in der Höhe verstellbarer Sattel
  • ✓ Bodenausgleich
  • ✓ höhenverstellbarer Lenkervorbau
  • ✓ in der Neigung verstellbare Griffe
  • ✓ genormte Sattelaufnahme (Austauschbarkeit)
  • ✓ optional: Computer mit Brustgurt-Empfänger und Bluetooth-Schnittstelle zur Trainingsdokumentation

Schwungrad eines Spinning-Bikes Je höher die Schwungmasse, umso runder der Tritt – Tipp: Riemenbetriebene Indoor-Bikes arbeiten leiser. (Bild: asviva.de)

Selten tauchen Spinning-Bikes in der Testlandschaft der Fachmagazine auf. Wollen Sie sich vor dem Kauf gründlich absichern, bleibt Ihnen im Grunde nur der Blick in die Kundenrezensionen. Um eine häufig auftauchende Kundenfrage gleich vorneweg zu beantworten: Trainingsprogramme, eine Wattanzeige oder Aussteuerung des Trittwiderstands auf einen Zielpulswert hin gibt es bei den handelsüblichen Spinning-Bikes im Regelfall nicht. Denn anders als bei den Fahrradergometern wird der Widerstand in der Regel über ein simples Filzbacken-Bremssystem mechanisch eingestellt. Modelle mit Zahnriemen liegen hoch in der Nutzergunst, wenn ein möglichst leises Gerät gefragt ist. Auch der Wartungsaufwand verringert sich. Unser Tipp: Telemetrische Brustgurte messen genauer als die häufig vorzufindenden Handpulssensoren. Voraussetzung ist, dass der Computer – sofern vorhanden – mit einem entsprechenden Empfängermodul ausgerüstet ist.

Welche Spinning-Bikes besitzen einen Freilauf?

Nur Spinning-Bikes mit Freilauf erzeugen echtes Rennrad-Feeling. Den meisten Geräten am Markt fehlt er aber. Hören Sie auf, zu treten, drehen sich die Kurbeln also munter weiter – für skeptische Kunden ein Sicherheitsrisiko, auch wenn sich über das Widerstandsrädchen in der Regel eine Notbremse aktivieren lässt.

Spinning-Bikes mit Freilauf: Eine kleine Auswahl

HerstellerModell
KettlerRacer 1
LifeIC8
ChristopeitRacer XL 2

Sattelaufnahme Praktisch, aber nicht selbstverständlich: Ist die Sattelaufnahme genormt, können Sie jeden beliebigen Sattel montieren. (Bild: lifefitness.de)

Was taugen Spinning-Bikes aus dem Discounter?

Lidl, Netto und Co. haben Spinning-Bikes schon für weniger als 300 Euro im Angebot. Zum Beispiel das Speedbike S11 von Asviva, das mit seinen 18 kg Schwungrad noch einen ausreichend flüssigen Tritt erzeugt und sogar einen kleinen Computer mitbringt. Einen Riemenantrieb dürfen Sie in dieser Preislage nicht erwarten, das ist den Teureren vorbehalten. Zudem bemängeln Kunden gelegentlich eine geringe Fertigungspräzision oder schwache Einzelteile, die eine frühzeitige Kontaktaufnahme zum Ersatzteilservice des Herstellers erfordern. Tipp: Auch Markenanbieter Kettler liefert gute und günstige Ware, zum Beispiel den Racer 1 – Kostenpunkt: 500 Euro.

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