Samsung-Waschtrockner WD80K5400OW/EG Konnte die Redaktion von ETM Testmagazin 2016 überzeugen: Modell WD80K5400OW/EG mit 1.400 Umdrehungen/Minute. Gut zu erkennen ist auch die AddWash-Klappe zum Nachlegen von Textilien während des Waschvorgangs. (Bildquelle: amazon.de)

Waschen und Trocken in einem Gerät - Was sagen die Tester über die Samsung-Maschinen?

Samsung-Waschtrockner sind quasi nie Testkandidaten renommierter Fachzeitschriften wie "test" von Stiftung Warentest oder "Haus und Garten Test". Nur zwei Einschätzungen finden Sie aus den Jahren 2015 und 2016 im ETM Testmagazin. Und hier machen die Maschinen eine sehr gute Figur, insbesondere bei der Waschleistung. Die Schmutzbeseitigung erfolgt schonend und effektiv. Spezielle Technologien zur Waschmittel- und Wasserdosierung und Zusatzprogramme wie "Flecken Intensiv" oder "Schaum Aktiv", mit dem empfindliche Textilien bereits bei einer Temperatur ab 20 °C in einem Schaumteppich in der Trommel eingeweicht werden, garantieren Ihnen das auch bei hartnäckiger Verschmutzung.
Beim Thema Trocknen hingegen dürfen Sie als Anwender ruhig etwas mehr erwarten. Tester bemängeln, dass die Wäsche bei Maximalbeladung nicht richtig trocken wird. Das ist der Preis, den Sie für das vermeintlich bequeme Kombigerät zahlen. Einen Restfeuchtegehalt können Sie nur vermeiden, wenn Sie die maximale Zuladung nicht ausschöpfen. Das ist ärgerlich, da Sie in der Regel ohnehin nicht so viele Kleidungsstücke auf einmal trocknen können, wie Sie zuvor gewaschen haben oder wie sie in einen Wäschetrockner passen würden. Bei Waschtrocknern im Allgemeinen ist das maximale Fassungsvermögen im Waschdurchgang immer höher als die beim Trocknen. Dazu ist die Trockendauer der Samsung-Geräte recht lang. Unter Umständen kann das am Ende für Sie heißen: einmal waschen, drei Mal trocknen. Damit wären Sie den ganzen Tag beschäftigt. Insgesamt waschen, schleudern und trocknen die meisten Samsung-Modelle nur durchschnittlich schnell.

Bewähren sich die Maschinen denn in puncto Energieeffizienz?

Zwar tummeln sich die Samsung-Waschtrockner fast ausnahmslos in der höchsten Energieeffizienzklasse A, doch auch innerhalb dieser Riege gibt es beachtliche Unterschiede. So verbraucht der WD80J6400AW 1.088 Kilowattstunden (kWh) Strom jährlich, der AEG L9WE86605 hingegen lediglich 814 Kilowattstunden (basierend auf 200 Standardzyklen für Waschen, Schleudern und Trocknen). Das ist beachtlich weniger, wobei der AEG sogar noch zwei Kilogramm (Waschen) bzw. ein Kilogramm (Trocknen) mehr fassen kann. Würden Sie die Samsung-Trommel dennoch mit einem Kilogramm weniger befüllen als es die Maximalzuladung erlaubt, dann steigt der Stromverbrauch in Relation zur abnehmenden Wäschemenge an - und zwar auf einen Energieverbrauch, den die Maschine auch vorweisen würde, wenn aufgrund der ausgereizten Maximalbefüllung nachgetrocknet werden müsste. Das schmälert natürlich die Aussagekraft auch eigentlich akzeptabler Werte wie die 952 Kilowattstunden des WD5000 WD72J5A00AW/EG.

Beim Wasserverbrauch wartet Samsung noch mit vielen Geräten auf, die zur Kondensation der feuchtwarmen Umluft kaltes Wasser verwenden. Das schlägt sich selbstverständlich negativ auf Ihre Energiebilanz nieder. Siemens zum Beispiel hat hier einen Ansatz gefunden, um Wasser zu sparen, und bereits 2010 einen ersten Waschtrockner mit Luftkondensation auf den Markt gebracht. Der verwendet statt des Frischwassers Luft von außen zum Kühlen des Kondensators. Auch andere Hersteller wie Bosch oder Miele setzen schon längst auf diese Technologie.

Was ist der Unterschied zwischen "Nachlegen" und "AddWash"?

Viele Marken haben Modelle auf den Markt gebracht, bei denen Sie wie bei Waschmaschinen vergessene Wäschestücke nachlegen können. Dafür gibt es in der Regel eine Extrataste, mit der Sie das jeweilige Programm des Waschvorgangs unterbrechen können, um ein oder mehrere Teile hinzuzufügen. Das geht aber nur bis kurz nach Beginn des Waschprogramms. Bei Samsung hingegen gibt es dafür eine extra Klappe in der Gerätetür, die Sie während des gesamten Ablaufs eines Waschprogramms öffnen können. Dank dieser "AddWash" genannten Besonderheit können Sie jederzeit Wäsche, die nur gespült werden oder besonders vorsichtig behandelt werden muss, zum bereits laufenden Reinigungsvorgang der Maschine nachlegen. Gleiches gilt für die Zugabe von Weichspüler. Diese Funktion kann also zusätzliche Waschgänge einsparen.

von Katrin Werner

Fachredakteurin im Ressort Haushalt, Haus und Garten – bei Testberichte.de seit 2017.

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