Luftbefeuchter: Verdunster

verdunsterVerdunster gelten als die „sanfte“ Variante der Luftbefeuchter. Bei ihnen wird kein Wasser künstlich zerstäubt oder erhitzt, sondern durch natürliche Verdunstung in die Raumluft gebracht. Typischerweise wird dazu Wasser auf eine große Oberfläche wie Filtermatten oder Lamellen verteilt, ein darüber hinweg streichender Luftstrom nimmt die Flüssigkeit auf und gibt sie ans Raumklima ab. Dies hat gleich mehrere Vorteile: Es bilden sich keine lungengängigen Aerosole und es wird eine Überfeuchtung der Räume verhindert.

Keine lästigen Wassernebel

Denn die Raumluft nimmt nur so viel Feuchtigkeit auf, wie sie natürlicherweise auch absorbieren kann. Es entstehen somit keine unsichtbaren Nebel, die auf Möbeloberflächen und den Wänden kondensieren könnten. Darüber hinaus spart diese Methode viel Energie ein – zumindest gegenüber den stromfressenden Verdampfern. Die Befeuchtungsleistung reicht trotzdem für die meisten kleineren und mittelgroßen Räume aus, größere Modelle sind dagegen eher selten und gelten als nicht sonderlich effektiv.

Mögliche Keimbelastung

Nachteilig ist bei Verdunstern die mögliche Keimverbreitung. Denn da das Wasser nicht wie bei den Verdampfern abgekocht wird, können im Wasser ohnehin vorhandene Keime weiter in die Raumluft eingebracht werden. Darüber hinaus bieten die Filtermatten und Lamellen einen idealen Vermehrungsboden für weitere Keimgenerationen. Um diesem Umstand entgegenzuwirken, ist eine regelmäßige Desinfektion des Gerätes unabdingbar. Dafür bieten fast alle Hersteller eigene Spezialdesinfektionsmittel an.

Auf teure Spezialreiniger kann verzichtet werden

Doch wie so oft bei solchen Produkten gibt es dafür weitaus preiswertere Alternativen. Da wäre zum einen handelsüblicher Essigreiniger. Ein paar Tropfen davon ins Wasser und schon wird das Milieu für Mikroorganismen und Pilze viel zu sauer. Ein wöchentliches Auswischen der Wasserschale oder des Wassertanks sollte dann ausreichen, um unliebsame Überraschungen zu verhindern. Gute Erfahrungen haben Besitzer solcher Geräte auch mit herkömmlichem Spülmittel gemacht. Eine Alternative sind teurere Modelle mit bereits integrierter UVC-Entkeimung, bei denen das Wasser vorab ultraviolett bestrahlt wird.

Autor: Janko