Severin MikrowellenSeverin gehört zu den wenigen deutschen Traditionsmarken, die bis heute noch unabhängig bestehen und auch noch (zumindest in Teilen) in Deutschland fertigen. Tatsächlich genießt die Marke einen sehr guten Ruf, die Geräte gelten als robust und haltbar. Severin fertigt allerdings auch anders als viele asiatische Hersteller keine Highend-Modelle mit integrierter Dampfgarfunktion oder gar regelrechte Miniöfen der 50-Zentimeter-Klasse. Stattdessen konzentriert man sich auf geradezu klassische Ausführungen.

Kleinere Modelle mit einfacherer Ausstattung

Die typische Severin-Mikrowelle ist im Preisbereich zwischen 75 und maximal 150 Euro angesiedelt und bietet einen Garraum von 17 bis 25 Litern. Wer einfach nur ein paar Speisen auftauen oder Gerichte vom Vortag erwärmen möchte, kommt mit den kleineren Modellen sehr gut aus, bei der Zubereitung wie dem Überbacken von Aufläufen, dem Grillen von Geflügel und Ähnlichem sollte man eher zu den Modellen der 23- bis 25-Liter-Klasse greifen. Dann sollte die Leistung der Mikrowelle bei mindestens 800 Watt liegen, der Grill mit mindestens 1.000 Watt arbeiten. Wer zusätzlich Brötchen aufbacken oder Pizzen zubereiten möchte, sollte auf eine Heißluftfunktion achten, die Severin in einer Handvoll Topmodelle integriert hat.

Modellbezeichnungen schwer zu deuten

Leider ist die Benennung von Severin-Mikrowellen nicht einheitlich, weshalb kein klares Muster abgeleitet und zur schnellen Beurteilung verwendet werden kann. Ein Blick in die Datenblätter ist Pflicht. So gibt es eng verwandte Modelle wie die MW 7809 und die MW 7810, bei der das 10er-Modell zusätzlich über eine Grillfunktion verfügt. Umgekehrt haben aber eine MW 7848 und eine MW 7849 rein gar nichts miteinander zu tun – das 48er-Modell ist sogar deutlich höherwertiger ausgestattet.

Einfache Bedienung und hochwertige Verarbeitung werden geschätzt

Severin ist aber in jedem Fall ein Hersteller für all dienjenigen, welche eine einfache Bedienung vorziehen und überflüssigen Touchscreen-Schnickschnack ablehnen. Ein Großteil der Geräte wird noch ganz einfach über zwei Drehschalter bedient: einer für die Temperaturstufe, der andere für die Heizdauer. Ansonsten herrschen Modelle mit einer Handvoll von Drucktasten vor, die relativ einfach zu verstehen sind - was die Kunden in Rezensionen auch immer wieder lobend hervorheben. Die Topmodelle gehören der 7870er Baureihe an und bieten eine besonders hochwertige Verarbeitung mit einem Edelstahlgehäuse.