Mikrowelle mit Grill - SymbolbildWer einfach nur Lebensmittel auftauen oder Speisen vom Vorteil erwärmen möchte, benötigt sicherlich keine Mikrowelle mit Grillfunktion. Ansonsten jedoch kann sich der meist nur geringe Aufpreis lohnen, denn mit integriertem Grill können auch Brötchen aufgebacken, Bratwürstchen oder gar Pizzen schmackhaft zubereitet werden. Einfache Ausführungen sind hierbei schon in der 100-Euro-Klasse zu finden. Allerdings ist nicht jede Grillfunktion gleich gut für die verschiedenen Aufgaben geeignet - vor allem betrifft dies Grillgeflügel und Pizzen.

Quarzgrill vs. Infrarotgrill

Bei den meisten einfachen Geräten kommt nur ein schlichter Quarzgrill zum Einsatz, der sich an der Decke der Mikrowelle befindet. Er liefert zwar sehr schnell recht hohe Temperaturen, bräunt aber eben auch nur von oben – ist also allenfalls fürs Überbacken oder das Zubereiten von Pizzen geeignet. Wer aber auch Brötchen backen oder Geflügel grillen möchte, muss zusätzlich auf Grills achten, die auch von der Seite her bestrahlen. Dies wird bei höherwertigen Produkten meist durch einen etwas langsameren, aber dafür gleichmäßiger wirkenden Infrarotgrill realisiert.

Kombigeräte nutzen die Vorteile beider Grilltypen

In der Regel werden sogar schon beide Grilltypen miteinander kombiniert. Die beliebte Marketing-Bezeichnung „3D-Grill“ allerdings lässt leider keinen Rückschluss darauf zu, ob ein reiner Infrarot- oder ein Kombigrill verwendet wird – denn bei beiden Varianten wird rundum geheizt. Man sollte sich also ganz genau informieren, dass ein 3D-Grill auch wirklich beide Technologien vereint. Ansonsten dauert das Heizen recht lange und genau das möchte man bei einer Mikrowelle eigentlich am wenigsten.

Für Pizzaliebhaber: Auf Grill im Boden achten

Pizza-Liebhaber sollten zudem Folgendes bedenken: Die Unterseite wird auch bei den oben genannten Grillvarianten nicht knackig braun. Hier greifen viele Hersteller auf eine Hilfskonstruktion zurück: Die Pizza muss auf einem extra Teller oder Backstein positioniert werden, der zuvor fünf bis zehn Minuten hochgeheizt wird. Das Ergebnis ist tatsächlich besser als ohne diese Konstruktion, doch echte Pizzafans werden auch damit meist nicht glücklich. Diese sollten unbedingt auf ein Gerät mit Grill im Boden achten – solche Modelle sind aber vergleichsweise selten.

Freiliegende Heizspiralen sehr unglücklich

Es ist ferner darauf zu achten, dass die Heizkörper möglichst nicht frei liegen, da solche Geräte sich schwerer reinigen lassen als welche mit abgedeckten Heizkörpern. Zudem nehmen sie zusätzlichen Platz im Innenraum weg, was viele Anbieter bei der Angabe des Raumvolumens leider nicht berücksichtigen. Unglücklicherweise werden selbst bei vielen teureren Geräten freiliegende Grillspiralen verwendet. Einen Mittelweg stellen Ausführungen dar, bei denen die Heizschlaufen nur dann hervorklappen, wenn sie wirklich benötigt werden – aber auch dann sind die Heizelemente kaum sauber zu bekommen, lediglich die Innenraumflächen sind dann leichter zu erreichen.