Liebherr CN 4315 Comfort NoFrost Sparsamer Testsieger von Liebherr mit NoFrost und allerlei guten Eigenschaften. (Bild: liebherr.com)

Obwohl die NoFrost-Technologie nun bereits seit einigen Jahren auf breiter Fläche Einzug gehalten hat, sind entsprechend ausgestattete Geräte noch immer spürbar teurer als herkömmliche Modelle. Dennoch sollten Sie im eigenen Interesse diese Mehrausgaben nicht scheuen und stets zu einem NoFrost-Kühlschrank greifen. Denn die Vorteile sind eklatant: Zum einen ersparen Sie sich das mühselige manuelle Abtauen des Gefrierfaches, zum anderen verbessert sich auf lange Sicht gesehen deutlich die Energieeffizienz. Warum das so ist, wird im Folgenden erläutert.

Umluftkühlung, die Feuchtigkeit entzieht

Die NoFrost-Technologie ist grundsätzlich nichts anderes als eine Umluftkühlung für das Gefrierfach. Die Luft wird dadurch gleichmäßig verteilt und kann Feuchtigkeit besser aufnehmen, zugleich wird die dermaßen geschwängerte Luft konstant aus dem Gefrierbereich entfernt. Und das ist wichtig, denn mit jedem Öffnen der Gefrierfachtür gelangt warme Luft mit einem deutlich höheren Luftfeuchtigkeitsgrad wieder ins Innere. Normalerweise würde diese an den Wänden und Schubladen in Form von Eisbesatz kondensieren, denn beim Abkühlen verliert die Luft die Fähigkeit, dieses Wasser zu binden.

Eis wirkt isolierend – und das ist schlecht

Und hier liegt die Gefahr: Nicht nur, dass lästiger Eisbesatz das Schließen von Fächern und Türen nach und nach behindert, er sorgt auch für einen steigenden Stromverbrauch. Denn Eis wirkt auf den Kühllamellen isolierend - und das ist, so verrückt es klingt, schlecht. Denn auch die Kühlleistung des Gerätes muss diesen Eispanzer erst mühsam durchdringen. Bei einem NoFrost-Gerät liegen die Kühllamellen daher in einem abgetrennten Bereich, ein Ventilator bläst die kalte Luft in den Gefrierraum. Luftfeuchtigkeit gelangt durch diesen Kreislauf auch zu den rückwärtigen Kühlrippen und schlägt sich darauf nieder – soweit wie bisher.

Im Vergleich nominell höherer Verbrauch – auf Dauer aber effizienter

Doch nun schaltet sich der Ventilator ab und die Kühlrippen werden kurz erhitzt. Dadurch schmilzt das Eis und kann als Wasser in einen Verdunstungsbehälter geleitet werden. Da der Ventilator gerade nicht läuft, gelangt die Wärme nicht bis nach vorne ins Gefrierfach – es bleibt vorne also kalt und trocken. Durch das Erhitzen der Kühlrippen verbraucht ein entsprechender Kühlschrank nominell etwas mehr Strom als herkömmliche Geräte. Doch auf die Dauer zahlt sich dies trotzdem aus, denn bei einem herkömmlichen Gerät steigt der Stromverbrauch mit der Zeit aus genannten Gründen immer weiter an.

NoFrost-Modelle mit dem geringsten Stromverbrauch auf 100 Liter Nutzvolumen

  1. LG GBB 92 STBAP
    28,6 kWh
    LG GBB 92 STBAP

    ohne Endnote

  2. Bauknecht KR 19G4 A2+ IN
    31,3 kWh
    Bauknecht KR 19G4 A2+ IN

    Gut

    2,0


Eine preiswertere Alternative: LowFrost

Es ist daher durchaus sinnvoll, lieber zu einem Kühlschrank der Energieeffizienzklasse A++ mit NoFrost zu greifen als zu einem Gerät der Energieeffizienzklasse A+++, das aber auf die Umluftkühlung verzichtet. Oder man greift zu einem preiswerteren Gerät mit LowFrost. Trotz der ähnlichen Benennung handelt es sich dabei um ein gänzlich anderes, viel einfacheres System. Eine Art Airbag in den Dichtungen sorgt dafür, dass das schleichende Eindringen von Luftfeuchtigkeit durch schlechte Isolierungen unterbunden wird. So kann sich nur noch das Wasser ablagern, dass durchs Türöffnen eindringt. Das Abtauen reduziert sich daher von zweimal im Jahr auf ein Mal alle vier bis fünf Jahre ...

LowFrost, NoFrost ... Total NoFrost!

„NoFrost im ganzen Gerät“ – selten auch Full NoFrost genannt. Die Technik ist im Grunde dieselbe: Wie schon im Gefrierfach sorgt bei Total-NoFrost-Modellen auch im normalen Kühlraum ein Ventilator für die Umwälzung der Innenraumluft und transportiert die Feuchtigkeit nach draußen. Das hat mehrere Vorteile. Zum einen wird dadurch verhindert, dass sich Raureif und Eis auf den Wänden absetzen können. Das Gerät muss nicht mehr in regelmäßigen Abständen heizen statt kühlen (als „automatisches Abtauen“ bezeichnet), was die Lebensdauer der Speisen und Lebensmittel erhöht. Durch das Fehlen von Feuchtigkeit wird zudem Bakterien der Nährboden entzogen – was weitaus hygienischer ist. Darüber hinaus sorgt die Technik für eine gleichmäßige Verteilung der Kälte, es gibt also keine „warme“ Zone oben und keine „kühle“ unten. Wo Sie Ihren Joghurt abstellen, hat keinen Einfluss mehr darauf, wie lange er sich hält.

von Janko Weßlowsky

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