Staubsauger: Die Bautyp-Frage

Staubsauger ist nicht gleich Staubsauger. Die Unterschiede fangen bereits bei der Bauform an. So gibt es den klassischen Bodenstaubsauger, der in fast keinem Haushalt fehlt, weil er auf großen Flächen ganze Arbeit leistet, den Handstaubsauger, den man wegen seiner geringen Größe vorrangig in kleinen Wohnungen findet, den Akkusauger, der beim kleinen Malheur blitzschnell zum Einsatz kommt oder auch im Auto seinen Dienst tut und den Staubsaugerroboter, der zwar seine Arbeit selbstständig erledigt, einen herkömmlichen Staubsauger aber nicht ganz ersetzen kann.


Philips

Foto: Philips

Der Bodenstaubsauger ist der in deutschen Haushalten am häufigsten vertretene Typ. Bodenstaubsauger eignen sich sehr gut für große Flächen und haben eine sehr hohe Saugkraft und ein großes Fassungsvermögen. Beim Bodenstaubsauger ist das Gehäuse mit Motor und Filter durch einen flexiblen Schlauch mit Saugrohr und Bodendüse verbunden. Das Gehäuse befindet sich auf Rollen und kann so gezogen werden. Der Nachteil dieser Geräte ist die geringere Flexibilität. Möbel oder höhere Türschwellen können schnell zum Hindernis werden. Und durch das recht hohe Gewicht ist das Tragen etwas mühevoll. Allerdings statten die Hersteller ihre Modelle mit immer längeren Kabeln aus, so dass man auch im nächsten Zimmer saugen kann, ohne den Stecker ziehen und den Sauger transportieren zu müssen. Der Bodenstaubsauger arbeitet meist mit einem Filterbeutel. Hierbei wird die eingesaugte Luft über mehrlagige Filterbeutel gereinigt. In den letzten Jahren haben aber auch mehr und mehr die beutellosen Staubsauger in den Haushalten Einzug gehalten. Die Vorteile des Bodenstaubsaugers sind die große Saugkraft und das große Fassungsvermögen.

AEG

Foto: AEG

Im Gegensatz zum Bodenstaubsauger ist der Handstaubsaugerleichter zu verstauen und findet fast in jeder Ecke Platz. Außerdem ist er schnell bei der Hand, ist leichter und deshalb sehr unkompliziert in der Handhabung und im Transport. Allerdings ist die Saugleistung schwächer als beim Bodenstaubsauger. Und auch das Fassungsvermögen ist im Schnitt kleiner, so muss der Filterbeutel öfter gewechselt werden. Beim Handstaubsauger sind Saugrohr, Motor, Filter und Handgriff miteinander verbunden. Dadurch ist er starr und nur auf dem Boden bequem einsetzbar, Polstermöbel oder Wände lassen sich schwer erreichen. Auch kann man mit den meisten Handstaubsaugern Flächen unter Möbeln schwer erreichen. Handstaubsauger werden gerne als Zweitgeräte oder in kleinen Wohnungen genutzt.

Philips

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Der kleinste und handlichste Staubsauger-Typ ist der Akkusauger, auch Tischstaubsauger genannt. Dieser verzichtet auf ein Kabel, ist aber dafür nur für sehr kurze Zeit einsetzbar. Auch dieses Modell verfügt über verschiedene Aufsätze und Düsen, mit denen auch Möbel oder sogar Vorhänge abgesaugt werden können.

Wer wenig Zeit zum Putzen hat, kann auch einen Staubsaugerroboter einsetzen. Die akkubetriebenen Haushaltshelfer erledigen ihre Arbeit fast von selbst. Sie sind zwar nicht für die Grundreinigung geeignet, halten aber - regelmäßig eingesetzt - den Boden sauber. Auf diese Weise kann der Abstand zwischen manuellen Grundreinungen teils auf mehrere Wochen und sogar Monate gedehnt werden. Mit Staubsaugerrobotern beschäftigen wir uns daher in einem separaten Beitrag, denn ihre technische Entwicklung schreitet mit großen Schritten voran.

Autor: Judith-H.