Waschmaschine Bosch Serie 4 WAN280H1 Baugleich mit der "gut" getesteten WM14N040 von Siemens, aber etwas preiswerter: die Bosch Serie 4 WAN280H1. (Bild: amazon.de)

Einst war die Bandbreite an verschiedenen Waschmaschinengrößen enorm. Die Trommeln fassten je nach Ausführung zwischen 3,5 und 12 Kilogramm Wäsche. So konnte jeder Haushalt nach dem passenden Modell für sich greifen. Doch während die ganz großen Maschinen zum Teil bis heute überdauert haben, sind die kleinen Modelle nahezu ausgestorben. Der Handel konzentriert sich fast nur noch auf Modelle mit 7 oder 8 Kilogramm Zuladung. Die Begründung: Die heute überall verbaute Mengenautomatik sorge für die Anpassung.

Die Mengenautomatik ist kein Allheilmittel

Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Denn tatsächlich senkt eine Mengenautomatik den Verbrauch nicht linear. Wenn Sie halb so viel Wäsche in die Trommel packen wie eigentlich möglich, sinkt deshalb nicht auch der Verbrauch auf die Hälfte hinab. Denn je größer die Trommel ist, desto mehr Schwungmasse muss angetrieben werden, was den Stromverbrauch hochtreibt, zudem ist ein Mindeststand an Wasser notwendig. Für kleine Haushalte kann es daher immer noch sinnvoll sein, zu einem kleineren Modell zu greifen – es sei denn, Sie sammeln einfach lang genug Schmutzwäsche an ...

Im Vergleich: Die stromsparendsten Waschmaschinen mit 6 Kilogramm Zuladung aus unserer Bestenliste

  1. Siemens iQ500 WS12T440
    119 kWh/Jahr
    Siemens iQ500 WS12T440
    • ohne Endnote

  2. Bosch Serie 6 WLT24440 Slimline
    119 kWh/Jahr
    Bosch Serie 6 WLT24440 Slimline
    • ohne Endnote

  3. AEG L7TE84565
    122 kWh/Jahr
    AEG L7TE84565
    • ohne Endnote


Bei den Frontladern stirbt die 6-Kilogramm-Klasse aus ...

Die Klasse der hierfür geeigneten 6-Kilogramm-Maschinen ist leider im Aussterben begriffen – zumindest in der Frontlader-Ausführung. Beim Hersteller Bosch ist 2019 nur noch jedes siebte Produkt eine kleine Maschine mit 6 Kilogramm, fast drei Viertel der Bosch-Geräte sind 7- oder 8-Kilogramm-Modelle. Auch bei Bauknecht, lange Zeit ein Vertreter der eher kleinen Trommelgrößen, spielen die Frontlader der 6er-Klasse keine Rolle mehr: Nur noch einer der aktuell neun Waschautomaten mit 6 Kilogramm ist überhaupt noch ein Frontlader.

... bei Topladern kommt sie dagegen zunehmend zum Zuge

Das hängt aber auch damit zusammen, das die Toplader ihrerseits auch immer größere Zuladungen aufnehmen können. Und so sind die von oben beladbaren Waschmaschinen mittlerweile ihrerseits bei 6 Kilogramm Zuladung angelangt. Wenn Sie also für einen Single- oder genügsamen Paarhaushalt eine Waschmaschine suchen, sollten Sie sich eher bei den modernen Topladern umsehen. Die haben auch den Vorteil, dass sie viel weniger Platz einnehmen, da auch kein Ausladeraum vor der Maschine einkalkuliert werden muss. Und das ist bei kleinen Haushalten mit üblicherweise auch eher kleiner Wohnfläche ein klares Kaufargument. Technisch langen diese Toplader mittlerweile fast an die großen Frontlader heran. Haupthersteller sind Bauknecht, Siemens/Bosch und AEG – bemerkenswert stark ausgestattet sind die Modelle des spanischen Herstellers Fagor.

von Janko Weßlowsky