Wenn Sie Ihre Waschmaschine nicht in einen Keller verfrachten können und aufgrund beengter Platzverhältnisse eine Aufstellung im Bad nicht möglich ist, bleibt oft als letzter Ausweg die Küche. Idealerweise gibt es unter Ihrer Küchenarbeitsplatte eine Nische mit einer Breite von 60 cm, in die Sie den Waschautomaten schieben können.

Auch wenn Sie öfter umziehen oder sich demnächst eine neue Küche anschaffen wollen, kann sich der Kauf eines Frontladers, der sich in ein Unterbau-Gerät verwandeln lässt, lohnen. Schließlich bewahren Sie sich dadurch ein gutes Stück Flexibilität bei der Aufstellung.

Generell raten wir Ihnen zur Aufmerksamkeit beim Kauf, denn: Nicht jeder Frontlader ist auch automatisch unterbaufähig!

Oft Elektronik im Bereich des Deckels verbaut

Bloß weil eine Waschmaschine ein Frontlader ist, heißt das leider nicht, dass Sie sie einfach unter eine Arbeitsplatte schieben können. Die Höhe spielt hier eine entscheidende Rolle. In der Regel ist eine freistehende Waschmaschine an die 85 cm hoch. Mit losgelöstem Deckel wird sie unterbaufähig und erreicht meist eine Höhe von nur noch etwa 81,5 cm.

Doch: Bei manchem modernen Gerät ist der Deckel fest mit dem Gerät verschraubt, inklusive Verwendung von Spezialschrauben, die man nicht so einfach mit dem üblichen Haushaltswerkzeug entfernt bekommt. Der Grund ist, dass oft auch Bauteile im Bereich des Deckels untergebracht werden, die dann gefährlich offen lägen.

Sonderzubehör benötigt: Auch unterbaufähige Geräte sollten Sie nicht „einfach so“ unterschieben

Mit dem Kauf einer unterbaufähigen Waschmaschine allein ist es leider auch noch nicht getan: Wenn Sie den Deckel entfernen und die oben offene Maschine einfach so unter die Arbeitsplatte schieben, kann es sein, dass Sie damit – sicherlich unbewusst – einen viel zu frühen Waschmaschinen-Tod herbeiführen. Das Gerät ist auf diese Weise schließlich schutzlos gegen Staub, Krümel oder – noch schlimmer – Flüssigkeiten wie Abwaschwasser. Um das vorzeitige Ableben Ihres Geräts zu vermeiden, bieten die Hersteller der Maschinen Spezialzubehör wie flachere Abdeckplatten aus Metall an, die die Elektronik der Maschine schützen.

Siemens WZ20330 Unterbauabdeckung Selten schön, aber nützlich: Hier eine Abdeckung für eine Waschmaschine von Siemens. (Bild: amazon.de)

Diese Platten sehen vielleicht nicht ganz so abgerundet aus wie die normale Abdeckplatte, erfüllen aber ihren Zweck. Gemessen an dem Schutz, den die Abdeckplatten bieten, sind sie zudem relativ preiswert. Bei den großen Marken kosten solche Abdeckplatten um die 20 Euro aufwärts. Dieses Geld sollte Ihnen Ihre Waschmaschine auf jeden Fall wert sein. Bitte prüfen Sie unbedingt vor dem Kauf, ob die jeweilige Abdeckung für die eigene Maschine empfohlen wird, denn es gibt durchaus unterschiedliche Bauformen – trotz grundsätzlich ähnlicher Abmessungen.

Vor allem die großen Marken bieten so manches Unterbaumodell

Vor allem die bekannten Markenhersteller wie AEG, Bauknecht, Bosch, Miele und Siemens führen etliche Frontlader für den Unterbau in ihrem Portfolio. Die Geräte sind – natürlich! – nicht schlechter als andere, nicht-unterbaufähige Waschmaschinen ausgestattet. Die Modelle bieten durchaus hervorragende technische Eckdaten. So gibt es zahlreiche energieeffiziente Modelle mit Merkmalen wie einer Dosierautomatik oder einem Dampfmodus. Auch preiswertere Modelle finden sich hier. Sie sind in der Auswahl also keinesfalls eingeschränkt oder müssen Ihr Portemonnaie sehr weit öffnen.

Energieeffiziente Unterbau-Waschmaschinen aus unserer Bestenliste

  1. Siemens IQ500 WU14Q440
    122 kWh/Jahr
    Siemens IQ500 WU14Q440
    • ohne Endnote

  2. Bosch Serie 6 WUQ28440
    122 kWh/Jahr
    Bosch Serie 6 WUQ28440
    • ohne Endnote

  3. Siemens iQ500 WU14Q420
    135 kWh/Jahr
    Siemens iQ500 WU14Q420
    • ohne Endnote



Waschmaschine Bosch WAE28446 Der Deckel dieser Bosch-Waschmaschine lässt sich entfernen. So passt sie unter Ihre Küchenzeile. (Bild: amazon.de)

Woran kann ich eine Unterbau-Waschmaschine erkennen?

Natürlich weisen Hersteller es aus, ob ein Modell unterbaufähig ist oder nicht. Auch wir von Testberichte.de vermerken es im jeweiligen Datenblatt der Waschmaschine. Darüber hinaus können Sie unterbaufähige Waschmaschinen allerdings bereits am Produktbild erkennen: Wenn zwischen Bedienmenü und der Deckelkante noch Platz ist und rund um die Maschine auf dieser Höhe eine Ritze verläuft, dann können Sie davon ausgehen, dass Sie den Deckel dieser Maschine entfernen und sie dadurch unterbaufähig machen können. Schauen Sie sicherheitshalber trotzdem noch mal ins Datenblatt – Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!


Achtung: Bei vielen Herstellern, zum Beispiel Siemens, finden Sie den Hinweis „unterschiebbar ab 85 cm Nischenhöhe“. Das ist nicht gleichbedeutend mit „unterbaufähig“. Ganz im Gegenteil sogar. Es ist ein Indikator dafür, dass das Gerät NICHT unterbaufähig ist! Denn: Das Standardhöhenmaß für Küchen(arbeitsplatten) liegt selbst bei 85 cm – da passt eine gleichhohe Waschmaschine also nicht darunter.

von Judith Oehlert

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