Toplader von BauknechtBauknecht gehört zu den beliebtesten Herstellern von Waschmaschinen in Deutschland. Zum einen bietet das Unternehmen sehr ordentlich ausgestattete Geräte für vergleichsweise kleines Geld an (auch Trockner, Kühlschränke und Geschirrspüler etc.). Zum anderen hat es sich auf Geräte für kleinere Haushalte spezialisiert, weshalb fast 40 Prozent des Portfolios von Modellen mit nur 5 oder 6 Kilogramm Zuladung gestellt werden. Das ist insofern ungewöhnlich als die Konkurrenz zunehmend auf große 7- und 8-Kilogramm-Modelle mit Mengenautomatik setzt.

Kleinere Maschinen sinnvoll - trotz moderner Mengenautomatiken

Doch auch wenn es gerne so kolportiert wird: Eine Mengenautomatik kann nicht zaubern und passt den Verbrauch nie exakt an die tatsächliche Zuladung an. Zwar wird der Verbrauch tatsächlich spürbar reduziert, doch niemals im gleichen Maße wie die Zuladung kleiner wird. Wer also regelmäßig nur 3 bis 4 Kilogramm wäscht, läuft mit einer Maschine besser, die von Beginn an weniger Zuladung ermöglicht und somit auch grundlegend weniger Energie und Wasser benötigt. Und genau diese Anwender spricht Bauknecht gezielt an.

Erstaunlich viele Modelle mit A+++

Das Portfolio an Toplader-Modellen für kleine Haushalte mit schwieriger Aufstellsituation gehört zu den größten am Markt. Deutlich mehr als ein Dutzend Geräte steht derzeit zur Auswahl, die vielfach auch sehr ordentlich ausgestattet sind. Während die Konkurrenz Toplader vielfach als ungeliebte Stiefkinder behandelt, die nur mit dem Nötigsten aufwarten, kann Bauknecht Modelle mit Displays, Spezialprogrammen für verschiedene Textiltypen und Unwuchtkontrolle vorweisen, zudem schafft es bereits die Hälfte in die beste Energieeffizienzklasse A+++ - ein Novum bei den Topladern, die sonst häufig mit A+ auskommen müssen.

Modellbezeichnungen

Wer aber nicht unbedingt das Modernste vom Modernen haben muss, läuft zumindest rein rechnerisch durchaus mit den einfacher aufgestellten Modellen besser. Denn diese sind mit häufig nur 350 bis 400 Euro halb so teuer wie die Topmodelle. Und das rechnet sich, denn dieser Preisunterschied wird auch durch den erhöhten Verbrauch nicht aufgewogen – zumindest nicht in jenen zehn Jahren, die man für ein Geräteleben anlegt. Leider muss man für diese Informationen ins Datenblatt sehen, denn die Modellbezeichnung verrät nichts zur Energieeffizienzklasse. Dafür jedoch kann man am dreistelligen Code hinter dem einleitenden „WAT“ die Zuladung in Kilogramm (erste Ziffer) und die Schleuderzahl (0 = 1.000 Umdrehungen je Minute, 1 = 1.100 usw.) ablesen. Allerdings weicht Bauknecht auch gerne mal ab von diesem Schema, weshalb diese Angaben mit Vorsicht zu genießen sind.

von Janko Weßlowsky