Handy-Akkus: Handy-Akkus - Vorsicht beim Kauf von Ersatzakkus

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Auch moderne Akkumulatoren altern und verlieren mit der Zeit die Fähigkeit, noch ihre volle Kapazität bereitzustellen. Daher kommt nahezu jeder Handy-Besitzer, der sein Gerät länger als ein oder zwei Jahre verwendet, irgendwann an den Punkt, an dem über den Erwerb eines Ersatzakkus nachgedacht werden muss - sofern das bei modernen Smartphones überhaupt noch möglich ist. Denn immer mehr Geräte werden mit fest verbauten Batterien verkauft, so dass ein Wechsel schlichtweg nicht mehr möglich ist. Und ist er es doch, so kann man beim Nachkauf vor ungeahnte Probleme gestellt werden.

Originalware ist sehr teuer

In der Regel sollte es zwar leicht fallen, entsprechenden Ersatz für das schwächelnde Handy zu finden. Insbesondere das Internet ist voll von Angeboten soweit das Auge reicht, wobei jedoch leider viel Unseriöses zu finden ist. Am sichersten ist es natürlich, zum original Ersatzteil des Herstellers zu greifen. Leider können diese Ersatzakkus überraschend teuer werden. Ein leistungsstarkes Modell für ein modernes Smartphone kostet schnell einmal 30 bis 40 Euro, und selbst für einfachere Mittelklasse-Handy kosten Akkus gerne zwischen 15 und 30 Euro.

Ohne Originalverpackung wird es günstiger - und fragwürdiger

Wer solche Preise nicht zu zahlen bereit ist, findet eine Alternative bei industriellen Großhandelspackungen. Viele Internethändler liefern diese „Bulk-Ware“ ohne aufwendige Handelsverpackungen in einem einfachen Plastiktütchen aus, so dass der Preis teils 50 Prozent oder mehr niedriger liegen kann. Doch Vorsicht: Ohne die Verpackung ist schwer zu erkennen, wann der Akku hergestellt wurde. Viele windige Anbieter verkaufen zwar Originalware, die jedoch überlagert ist und schon nach wenigen Wochen in der Leistungsfähigkeit wieder einbricht.

Produktpiraten nehmen Überhand

Ein mindestens ebenso großes Problem sind schlichtweg Produktpiraten. Besonders gerne werden in Asien die Akkus der ganz großen Hersteller wie Samsung oder für Lumia-Modelle von Microsoft (einst Nokia) gefälscht. Und hier betrifft das Problem nicht einmal so sehr die teuren Smartphones sondern vielmehr Standard-Handys, da von diesen schlichtweg mehr Geräte im Umlauf und die Nachfrage nach Ersatz daher besonders hoch ist. In Stichproben von Testmagazinen gab es teilweise selbst bei über Amazon direkt verkaufter Ware zu 100 Prozent Fälschungen zu beanstanden. Daher sollte beim Erwerb eines Ersatzakkus immer genau auf typischerweise vom Hersteller verwendete Siegel geachtet werden.

Falsche Ware kaum zu erkennen

Beispielsweise verwenden manche Hersteller ein speziell schimmerndes Hologramm auf ihren Originalakkus. Bei Fälschungen schimmert dieses häufig in einem anderen Farbton, zudem hat es einen geringfügig anderen Aufdruck. Doch solche Nuancen sind schwer zu erkennen. Und selbst Originalverpackungen sind nicht mehr komplett sicher. Selbst die werden teilweise gefälscht - wenn auch der Anteil hier noch sehr niedrig liegt. Ähnlich vorsichtig sollte man bei Akkus von namenlosen Drittanbietern sein, die deutlich höhere Kapazitäten versprechen als die Originalakkus. Zwar gibt es vor allem für Smartphones tatsächlich einige Ersatzakkus, die gut das anderthalbfache der Nennladung bereitstellen, bei deutlich höheren Zahlen ist jedoch fast immer Nepp zu erwarten.

Autor: Janko