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Wer sein Handy unterwegs auf Touren laden möchte, hat damit seine liebe Not. Denn Steckdosen sind oftmals meilenweit nicht zu finden, und auch der beste Ersatzakku hat irgendwann seine Kapazität erschöpft. Daher kommen sogenannte Solar-Ladegeräte in Mode, welche ihre Kraft direkt aus der Sonnenenergie beziehen. Kleine Solarpanele fangen diese ein und leiten sie entweder direkt ans Handy weiter oder speichern sie in einem integrierten Zusatzakku. Doch gibt es hier buchstäblich eine Menge Schatten.

Viele Produkte nutzlos

Denn ein Großteil der Produkte ist schlichtweg Augenwischerei. Dies gilt ganz besonders für die zahlreichen Handy-Gehäuse, die es für nahezu alle großen Smartphones – insbesondere natürlich das iPhone – von diversen Anbietern zu erwerben gibt. Denn die auf der Rückseite untergebrachte Solarzellenfläche ist schlichtweg viel zu klein, um irgendeinen erträglichen Ladezeitraum zu ermöglichen. Selbst im Hochsommer benötigen die meisten Produkte dieser Art drei bis vier Tage, bis ein kleiner (!) Smartphone-Akku wieder nennenswert gefüllt ist. An bewölkten Tagen fällt der Stromgewinn noch erheblich geringer aus.

Selbst für kurze Anrufe sind lange Ladezeiten nötig

Das ist natürlich überhaupt nicht praktikabel. Dem begegnen seriösere Anbieter gerne mit dem Hinweis darauf, dass ein Solar-Ladegerät gar nicht das ganze Handy aufladen soll, sondern dass es vielmehr als Notladegerät für einen wichtigen Anruf fungiere. Das ist fair formuliert, in der Realität wird aber selbst das nur selten ermöglicht. Denn für 10 Minuten Telefonie benötigen viele Ladegeräte selbst im prallen Sonnenschein eine Stunde Ladezeit. Bei einem normalen mitteleuropäischen Tag abseits des Hochsommers muss man sogar zwei bis drei Stunden rechnen.

Beste Lösung: Externe Lader mit ausklappbaren Solarpanelen

Das Problem: Der Nutzer kann schlichtweg nicht erkennen, welche Ladegeräte auf hochwertige Solarzellen mit einem brauchbaren Wirkungsgrad zurückgreifen. Denn wie auch im Großen beim Hausbau schwanken die Werte zwischen 5 und 20 Prozent, je nach Güte und Art der Solarzelle. Dennoch gibt es durchaus eine Sache, die der Nutzer bei der Kaufentscheidung beachten kann: Er sollte zu höherpreisigen, externen Ladegeräten mit einem ausklappbaren Solarpanel greifen. Wie bei einer großen Raumstation werden so fünf oder sechs solcher Solarzellenpanele ausgeklappt und bieten mit ihrer viel größeren Fläche auch eine entsprechende Beschleunigung beim Ladevorgang. Zusammengerollt nehmen sie dagegen nur so viel Platz weg wie ein Handy.