Tischgrills gibt es nicht nur in Elektro- und Gasbauweise, sondern auch als Holzkohlegrills. Für Grillfans bedeutet dies, den Begriff „Tisch“ nicht allzu wörtlich zu nehmen. In geschlossenen Räumen etwa ist aufgrund der Rauch- und Gasentwicklung die Benutzung – wenn überhaupt – nur bei ausreichend guter Belüftung zu empfehlen. Viele Hersteller raten aber dazu, die Geräte nur im Freien zu verwenden, also etwa auf dem Terrassentisch. Doch das ist nicht der einzige Sicherheitsaspekt, den Sie bei einem Holzkohlegrill beachten sollten.

Raucharm, kompakt und mobil: Diese Vorteile bieten moderne Holzkohle-Tischgrills. Moderne Holzkohle-Tischgrills sind ideal für kleine Grillrunden auf der Terrasse oder im Park. (Bildquelle: enders-germany.com)

Vorsicht, heiß! Ein wärmeisoliertes Gehäuse ist ein Muss

Einige Tischgrills werden auch an der Außenseite ziemlich heiß. Für die Umsitzenden gilt daher erhöhte Vorsicht walten zu lassen – insbesondere dann, wenn auch (kleine) Kinder mit am Tisch sitzen. Achten Sie am besten schon vor dem Kauf darauf, ob das Modell Ihrer Begierde über eine spezielle Hitzedämmung, etwa durch eine doppelwandige Bauweise, verfügt. Auch die Testmagazine wissen um die Wichtigkeit dieses Aspekts und überprüfen ihn deshalb genauestens in ihren Tischgrill-Tests. Ein Blick in die Fachzeitschriften lohnt sich also.
Bei einigen Grills ist darüber hinaus der Kohlebehälter so konstruiert, dass sich die Hitze nicht auf andere Bauteile wie zum Beispiel das Gehäuse überträgt. Diese Modelle werden daher außen nur mäßig warm. Sie sind aufgrund ihrer guten Dämmung übrigens auch als Bordgrills auf Booten und Yachten sehr beliebt.

Um die Tischplatte zu schonen, bieten einige Hersteller spezielle Bodenplatten aus Metall an, die, falls sie groß genug sind, auch Funken abfangen können.

Holzkohlegrills mit Aktivbelüftung

Ein oft genannter Nachteil eines klassischen Holzkohlegrills ist die lange Aufheizzeit. Daher sind mittlerweile viele tragbare Holzkohlegrills mit einer Aktivbelüftung ausgestattet. Pionier dieser Belüftungsmethode war der LotusGrill. Aufgrund der unbestreitbaren Vorteile dieses Funktionsprinzips zogen andere Hersteller aber schnell nach. Mittlerweile gibt es preiswerte Holzkohlegrills mit aktiver Belüftung von fast jedem Grill-Hersteller sowie von Discountern wie Lidl oder Aldi. Designtechnisch orientieren sich die Hersteller aber fast immer am LotusGrill.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die bei einem Holzkohlegrill kaum vermeidbare Rauchentwicklung. Doch auch hier können die Tischgrills mit elektrischem Lüfter punkten.

So funktioniert ein Holzkohlegrill mit aktiver Belüftung

Kalte Luft wird in den Holzkohlebehälter gesogen und dort permanent der Kohle zugeführt. Funktionsprinzip der Aktivbelüftung: Kalte Luft kommt von außen herein und wird den Kohlen zugeführt. Der Lüfter sorgt dabei für einen permanenten Blasebalg-Effekt. (Bildquelle: lotusgrill.de)

Im Prinzip ist es ganz einfach: Ein batteriebetriebener Lüfter saugt von außen Luft in den Innenraum des Grills und leitet sie direkt zum Holzkohlebehälter weiter. Dadurch wird die Glut kontinuierlich mit Sauerstoff versorgt, was den ganzen Aufheizprozess enorm beschleunigt. So ist der Grill bereits nach wenigen Minuten einsatzbereit. Sie als Grillmeister können mittels eines Drehreglers dabei jederzeit über die Menge der Luftzufuhr bestimmen.


Ob groß oder klein, mit oder ohne Deckel: Hauptsache mobil

Unter der Bezeichnung „Tischgrill“ vertreiben einige Hersteller Modelle, die ohne Standfuß auskommen und insgesamt kleiner und kompakter als die herkömmlichen Holzkohlegrills sind. Entsprechend leichter lassen sich die Geräte nach dem Grillen wieder verstauen – ein lukrativer Aspekt, der häufig besonders Wohnwagen- und Caravanbesitzer auf den Plan ruft. Wegen der kompakten Bauweise sind in diesem Fall auch die Grenzen zu den Camping-/Picknick-Grills oft fließend.

Doch nicht immer sind Tischgrills zwingend kleiner und auch bei den Grilltypen ist man nicht eingeschränkt. So finden sich unter ihnen zum Beispiel Kugelgrills, die sich dank Deckel und einer speziellen Vorrichtung für die Kohlen (Kohleteiler) zum indirekten Grillen eignen. Andere wiederum sind mit Tragetasche oder Henkel ausgestattet und daher besonders mobil.

Zum Grillen im Haus bzw. in der Wohnung empfehlen wir Ihnen jedoch aus Sicherheitsgründen lieber den Kauf eines Elektrogrill-Tischgrills. Denn auch wenn Vorkehrungen getroffen werden – Holzkohlegrills sind nunmal mit heißen Kohlen gefüllt, die immer ein Risiko darstellen.

von Claudia Armonies

„Mein persönlicher Tipp: Grillen Sie mit Gas. Es vermittelt genauso viel Grillfeeling wie Holzkohle, aber ohne den lästigen und gesundheitsschädlichen Rauch.“

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