Elektrogrills werden oft nicht als vollwertige Alternative zu einem klassischen Holzkohlegrill oder den gesundheitsschonenderen Gasgrills betrachtet. Höchstens als Zweitgerät für die kalte Jahreszeit. Kein Wunder, die Zubereitung von Fleisch auf einem Elektrogrill erinnert viele an das schnöde Braten in der Pfanne. Doch die elektrisch betriebenen Modelle bieten einige Vorteile gegenüber Gas und Kohle. Wir verraten Ihnen, welche das sind und worauf Sie vor dem Kauf achten sollten.

Elektrogrills im Test: Darauf achten die Fachmagazine

Der Lono Master-Grill von WMF verfügt über eine geteilte, herausnehmbare Grillplatte Der WMF Lono Master-Grill: Hier sind Fettauffangschale und Grillplatte nicht nur entnehmbar, sondern Letztere zusätzlich geteilt und separat regulierbar. (Bildquelle: amazon.de)

Klar, das wichtigste Kriterium beim Grillen ist das Grillergebnis. Fleisch und Wurst, die bei hohen Temperaturen zubereitet werden, sollten eine gleichmäßige Bräunung aufweisen, während Fisch und Eier ohne Anbacken schonend garen. Ausschlaggebend dafür ist die Verteilung und Konstanz der Temperatur auf der Grillplatte. Hier haben einige Geräte Mängel, da die Heizspirale nicht die komplette Grillfläche abdeckt und somit sogenannte Hotspots und kühle Zonen entstehen. Dafür gibt es Notenabzüge von den Experten.
Ebenfalls wichtig: die Handhabung des Geräts. Für eine gute Note in dieser Teildisziplin muss ein Elektrogrill unkompliziert zu bedienen und einfach zu reinigen sein. Bei Letzterem haben vor allem die Modelle die Nase vorn, die herausnehmbare Grillplatten und Fettauffangschalen besitzen. Die Auffangschale sollte zum Entleeren und zur Reinigung einfach abgenommen werden können. Bei manchen Geräten kann die Flüssigkeit über einen Abfluss in der Schale entfernt werden. Sind Schale und Grillrost dazu noch spülmaschinengeeignet, gibt es die höchste Wertung.

Gute Bewertungen gibt es auch für eine hochwertige Verarbeitung. Das heißt, Grate, scharfe Kanten oder hohe Spaltmaße sind ein No-Go. Ebenso müssen entnehmbare Teile genau passen. Da Elektrogrills an das Stromnetz angeschlossen werden, wird der Stromverbrauch ebenfalls bewertet. Genauso wie Sicherheitsaspekte. Ein sicheres Gerät zeichnet sich durch eine möglichst niedrige Oberflächen- und Materialtemperatur und eine hohe Standfestigkeit (insbesondere bei Standgrills) aus. Bei Elektrogrills mit Deckeln testen die Experten zusätzlich dessen Stabilität.

Die besten Elektro-Kugelgrills für indirektes Grillen

  1. Severin Sevo GT
    Severin Sevo GT

    Sehr gut

    1,4


Elektrogrills im Vergleich mit Gas und Holzkohle: Das sind die Vor- und Nachteile

Der Weber Q 1400 kann vom Stand- zum Tischgrill umgerüstet werden. Viele Elektro-Standgrills, wie hier den Weber Q 1400, kann man auch zu Tischgrills umrüsten. (Bildquelle: weber.com)

Größter Vorteil von Elektrogrills: Sie produzieren keinen Rauch. Somit eignen sie sich perfekt für Innenräume und zum Grillen auf dem Balkon. Der große Nachteil dabei ist aber das fehlende Grillaroma, und auch eine urige Grill-Atmosphäre wird mit einem Elektrogrill kaum aufkommen. Zudem sind Sie immer abhängig von einer Steckdose, was die Mobilität enorm einschränkt. Ein gemütliches Grillpicknick im Park fällt also flach.
Positiv ist wiederum ihre sehr kurze Aufheizzeit. Hinzu kommen fettarme und vitaminschonende Zubereitung, auch krebserregende Stoffe entstehen bei dieser Grillmethode nicht. Und die Reinigung eines Elektrogrills fällt leichter als die eines Gas- oder Holzkohlegrills.


Hilfreiche Tipps und Tricks zur richtigen Reinigung Ihres Grills finden Sie auf unserer Themenseite.


Vielseitige Einsatzmöglichkeiten

Elektrisch betriebene Grills gibt es in verschiedenen Formen. Am gängigsten sind die Tischgrills, die ihren Einsatzort vornehmlich auf Balkonien oder direkt in der Wohnung haben. Es gibt sie aber häufig auch als klassische Standgrills. Besonders clever sind die Modelle, bei denen man den eigentlichen Grill vom Standfuß abnehmen und ihn so flexibel entweder als Tisch- oder Standgrill einsetzen kann.

Andere Modelle sind Kombinationen aus Sandwichtoaster und Grill (Kontaktgrills) und können auf- und zusammengeklappt werden. Die Größe des Grills sollten Sie je nach Bedarf wählen. Ist die Grillfläche zu klein, werden nicht alle Personen satt. Ist sie zu groß, wird Energie verschwendet. Mit einem Modell, das über mehrere separat beheizbare Grillplatten verfügt, ist man für alle Fälle gerüstet.

Grillplatte oder klassischer Grillrost?

Tischgrills haben manchmal geriffelte und glatte Grillplatten. Einige Tischgrillmodelle haben wie der Klarstein Lumberjack eine geriffelte und eine flache Grillplatte. (Bildquelle: klarstein.de)

Um die Hitzeverteilung kümmern sich Heizstäbe, die sich entweder unter einem Grillrost oder unter einer Grillplatte befinden. Bei einigen Geräten sind sie in der Platte integriert. Die Grillplatte bietet praktische Vorzüge: Sie ist leichter zu reinigen, soweit es sich um ein antihaftbeschichtetes Modell handelt. Grillgut kann hier nicht durch die Stäbe eines Rosts fallen. Platten halten und verteilen die Hitze besser, bei vielen Modellen ist sie in eine gerippte und glatte Zone unterteilt. Die glatte Platte nennt man Teppan Yaki, deren Ursprung in der japanischen Küche wurzelt und die als Stahlplatte erscheint, auf der schonend gegrillt wird. Manche Geräte kombinieren Rost und Heizplatte miteinander.

Wie viel Leistung sollte mein Elektrogrill haben?

Die Leistungsaufnahme variiert in Abhängigkeit von der Gerätegröße. Grundsätzlich sollte sie nicht zu gering ausfallen, da es sonst ewig dauern kann, bis das Grillsteak genussfähig gegart ist. Die Faustregel ist hier: 2.000 Watt sind die absolute Mindestgrenze. Die Leistung sollte sich durch einen Regler einfach regulieren lassen, am besten stufenlos.


Die Top-Elektrogrills mit regulierbarem Thermostat

von Claudia Armonies

„Mein persönlicher Tipp: Grillen Sie mit Gas. Es vermittelt genauso viel Grillfeeling wie Holzkohle, aber ohne den lästigen und gesundheitsschädlichen Rauch.“

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