Raclette mit Wechselplatten Würstchen, Gemüse, sogar Crêpes: Viele Raclette-Geräte bieten zusätzliches Grillvergnügen und abnehmbare Platten aus Aluguss oder Naturstein. (Bild: amazon.de)

Raclettes zum Überbacken von Käse und anderen Zutaten in kleinen Pfännchen unter einer Heizwendel werden mittlerweile hauptsächlich in Form sogenannter Kombigeräte mit einer zusätzlichen Grillplatte angeboten. So können Sie bei einem geselligen Abendessen auch Fleischstücke oder Zutaten, die aufgrund ihrer Größe nicht in den Raclette-Einschub passen, zubereiten. Wie Tests beweisen, arbeiten die modernen Geräte sehr ökonomisch. Der häufig als Nachteil von Kombigeräten vermutete höhere Stromverbrauch hält sich demnach in Grenzen.

Vielfalt nicht nur in den Pfännchen, sondern auch bei der Auswahl der Grillplatte

Die Grillplatten selbst bestehen entweder aus (Alu-)Gusseisen, beschichtetem Metall oder einem heißen (Naturgrill-)Stein. Letztere benötigen länger zum Aufheizen, liefern dafür aber in der Regel eine gleichmäßigere Hitzeverteilung.

Tipp: Damit er schneller für den Grillspaß bereit ist, können Sie den Naturstein auch einfach in Ihrem Backofen vorwärmen.


Gusseiserne oder beschichtete Metallplatten gibt es mit gewellter oder glatter Oberfläche. So gelingen Ihnen sogar Spiegeleier oder Crêpes.
Wenn Sie besonders flexibel sein möchten, dann greifen Sie zu einem Modell mit einer Wendeplatte oder mit einer zweigeteilten Grillfläche aus Stein und Metall.
Bei Solo-Raclettegeräten ohne Grillmöglichkeit sollten Sie darauf achten, dass eine Warmhalteplatte, etwa für die zu einem Raclette obligatorisch gehörenden Pellkartoffeln, vorhanden ist.

Setzen Sie bei der Heizwendel auf Schlangenlinien

Entscheidend für die Qualität des Raclettegeräts ist die Form der Heizwendel. Im Gegensatz zu einer lediglich rundum laufenden Heizspirale garantieren schlangenlinienförmig eingebaute Wendeln ein gleichmäßiges Überbacken der Zutaten in den Pfännchen. Diese wiederum sind in der Regel antihaftbeschichtet, damit die überbackenen Zutaten wie von alleine auf den Teller gleiten. Emaillebeschichtete Pfännchen sollen zwar, wie eingeschworene Raclette-Fans behaupten, ein besseres Geschmackserlebnis bieten, sind aber schlagempfindlicher als Teflon-Pfännchen. Zusätzliche Schiebespatel aus Holz beschädigen zwar die Beschichtung nicht, sind aber schlechter zu reinigen als Modelle aus Kunststoff und sollten aus hygienischen Gründen auch häufiger ausgetauscht werden.

Stimmen Sie Ihr Raclette auf Tischform und Teilnehmerzahl ab

Passend zur jeweiligen Tischform werden Raclettegeräte mit rechteckiger oder ovaler/runder Gehäuseform angeboten, die Anzahl der Pfännchen und damit Teilnehmer reicht von zwei bis maximal zwölf. Für Raclettefans, bei denen die Größe der Tischgesellschaft häufiger wechselt, empfehlen sich modular aufgebaute Raclettes. Das sind Basisgeräte mit zwei oder vier Einschubfächern (und Grillplatte), die sich entweder zusammenstecken oder mit Kabeln untereinander verbinden lassen. Letzteres ist eine besonders raffinierte Lösung für große Tische und Gruppen.

Aus unserer Bestenliste: Raclette-Geräte, die sich erweitern lassen


Achten Sie auf Ausstattungsdetails

Kaufentscheidend kann aber auch die Ausstattung eines Raclettes mit praktischen Details sein, über die nicht jedes Gerät verfügt. So bieten etwa ein An-/Ausschalter, ein Temperaturregler sowie farblich markierte Pfännchen ebenso ein merkliches Komfort-Plus wie die Möglichkeit, die Pfännchen in Essenspausen in einem eigenen in das Gerät integrierten „Parkdeck“ unterzubringen. Für mehr Flexibilität beim Aufstellen sorgen Geräte mit langem Kabel - idealerweise lässt sich das zum einfacheren Verstauen entweder abnehmen oder am Gerät aufwickeln.

Und welches ist das beste Raclette für zwei, vier oder acht Personen?

Rechtzeitig zur Winter- und damit Hochsaison für gemütliche Raclette-Abende kommen aus den Test-Redaktionen neue Testergebnisse. In Vergleichstests wird dabei in der Regel keine Rücksicht darauf genommen, ob das Gerät nur für zwei oder für ein Dutzend Personen ausgerichtet ist. Schließlich muss das Raclette unabhängig von der Personenanzahl den Käse in den Pfännchen gleichmäßig zum Schmelzen bringen.
WMF ist insbesondere für kleinere Haushalte eine gute Adresse: Mit dem WMF Küchenminis Raclette für zwei bietet der Hersteller einen Testsieger für zwei Käsefans. Auch für vier Personen stellt der Hersteller den Besten im Test: Das WMF Lono Raclette for 4 überzeugte gleich in mehreren Testmagazinen. Beide Geräte punkten ebenfalls bei den bisherigen Käufern. Hier machen Sie also nichts falsch.

Rommelsbacher RC 1600 Aus zwei mach eins - und andersherum. Hier am Beispiel RC 1600 von Rommelsbacher. (Bild: amazon.de)

Raclette-Geräte für acht Personen gibt es in zahlreichen Ausführungen. Entsprechend wird es Sie nicht überraschen, dass hier die Auswahl an Testsiegern besonders groß ist. Neben dem bereits genannten Hersteller WMF sind zum Beispiel Steba und Rommelsbacher mehrfach unter den besten Raclettes vertreten. Eine Empfehlung ist auf jeden Fall das Modell RC 1600 von Rommelsbacher. Der Testsieger der Stiftung Warentest von 2019 gehört zu den modularen Geräten: Hier sind zwei Geräte mit je vier Pfännchen miteinander verbunden. Die Geräte lassen sich auch einzeln betreiben, wenn die Raclette-Runde mal etwas kleiner ausfällt.

von Wolfgang Rapp

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