Wie schneiden Fujifilm-Systemkameras in Testmagazinen ab?

Fujifilm X-T2 Die DSLM X-T2 verfügt über einen mittig platzierten Sucher; Quelle: Fujifilm

Die Modelle der Fujifilm-X-Serie landen in Tests meistens auf den vorderen Plätzen, das gilt insbesondere für die mittlere und obere Preisklasse. Tester heben zumeist die sehr gute Bildqualität sowie die hochwertige Verarbeitung der Gehäuse hervor. Gerade den mittelpreisigen Modellen wie der X-T20 oder der X-E3 wird zudem ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis bescheinigt, da sie in Sachen Bildqualität den Top-Modellen X-T2 und X-Pro2 kaum nachstehen.

Wie unterscheiden sich Fuji-DSLMs von Kameras anderer Hersteller?

Fujifilm setzt bei seinen X-Trans-Sensoren einen eigenen Farbfilter ein. Dieser ist anders aufgebaut als bei anderen Kameras, die in der Regel auf das sogenannte Bayer-Muster zurückgreifen. Das spezielle Farbmuster soll dem Hersteller zufolge zu einer verbesserten Farbauflösung führen, aber der tatsächliche Effekt ist strittig.
Eine weitere Besonderheit ist das Design und die damit einhergehende Bedienung. Die meisten Fujifilm-Systemkameras sind mit Rädchen ausgestattet, über die Belichtungszeit, ISO und Belichtungskorrektur eingestellt werden. Die Blende wird in der Regel direkt am Objektiv über einen entsprechenden Ring gewählt. Ein Moduswahlrad mit den Modi PASM, wie man es von klassischen DSLRs kennt, ist hingegen nur bei den Einstiegsmodellen der X-A-Reihe vorhanden. Das Fuji-eigene Bedienkonzept ist etwas gewöhnungsbedürftig, wird aber von vielen Nutzern gelobt.

Fujifilm-Systemkameras mit der längsten Akkulaufzeit

  1. Fujifilm X-A5
    450 Aufnahmen
    Fujifilm X-A5
    • Gut 2,2

Wie sieht es mit der Objektiv-Auswahl aus?

Fujifilm X-H1 Die X-H1 ist das erste Fujifilm-Modell mit integriertem Bildstabilisator; Quelle: Fujifilm

Fujifilm bietet eine große Bandbreite an Objektiven für sein X-Bajonett. Vom Weitwinkel-Zoom über Makro, bis hin zu Telezooms sind alle gängigen Brennweiten und Anwendungszwecke vertreten. Einzig Fisch-Eye-Linsen und Tilt-Shift-Objektive fehlen im aktuellen Sortiment. Fuj-Objektive genießen einen sehr guten Ruf - insbesondere die Festbrennweiten -, sind dafür aber im Schnitt recht kostspielig. Das Angebot an Objektiven von Drittanbietern ist noch sehr dünn, hier gibt es bislang nur manuelle Modelle von Herstellern wie Samyang oder auch Zeiss.

Gibt es generelle Schwächen?

Bislang lag der Fokus bei Fuji-Kameras auf den Foto-Funktionen. Zwar liefern bereits Modelle wie die X-T2 oder X-T20 4K-Videos, anspruchsvolleren Filmern fehlen hier aber erweiterte Funktionen. Mit der X-H1 werden jetzt erstmals auch Videografen angesprochen, beispielsweise mit der Integration eines F-Log-Farbprofils, einem internen Bildstabilisator und einer Filmsimulation im Kino-Look.

Die besten Fujifilm-Systemkameras mit 4K-Video-Funktion


Mehrere gleichwertige Produkte im Lineup

Auffällig ist, dass Fuji oft mehrere Systemkamera-Modelle mit einer ähnlichen Ausstattung anbietet, die sich auch preislich nicht besonders voneinander unterscheiden. Ein Beispiel sind die Top-Modelle X-T2 und X-Pro2, die sich vor allem im Formfaktor unterscheiden: Die X-Pro2 ist mit einem Hybrid-Sucher (optisch und elektronisch) an der linken Seite ausgestattet, während die X-T2 einen mittigen elektronischen Sucher bietet. Auch bei der X-T20 und der X-E3 macht die Platzierung des Suchers einen der größten Unterschiede aus. Zu welchem Modell man hier greift ist somit hauptsächlich eine Frage des persönlichen Geschmacks.