Nikon-Spiegelreflexkamera D3400 Die D3400 von Nikon kann in Sachen Bildqualität überzeugen; Quelle: Nikon.de

Wie schneiden Einsteiger-Spiegelreflexkameras in Tests ab?

Die meisten Einsteiger-Modelle werden mit der Note gut bis sehr gut getestet. Vor allem bei der Bildqualität haben die Testmagazine in der Regel wenig zu meckern. Negative Auswirkungen auf die Note haben eher Kriterien wie Ausstattung, Bedienung und Geschwindigkeit. Positiv werden beispielsweise Ausstattungsmerkmale wie Schwenk- und Touchscreen-Displays bewertet.

Welche Kompromisse muss ich in Sachen Bildqualität eingehen?

Das Schöne ist: Eigentlich keine! Denn viele Einsteiger-DSLRs sind mit den gleichen Sensoren und oftmals auch Bildprozessoren ausgestattet wie die teureren, professionelleren Modelle derselben Marke.

Einsteiger-Spiegelreflexkameras mit der höchsten Auflösung


Was unterscheidet eine Einsteiger-Spiegelreflexkamera von einer für Fortgeschrittene oder Profis?

Vor allem die Bedienung und die Einstellungsmöglichkeiten sind bei professionelleren Modellen ausgeklügelter, damit aber oft auch komplizierter. Sie sind in der Regel mit mehr individualisierbaren Tasten und Rädern ausgestattet, über die sich schnell die für die jeweilige Aufnahmesituation passenden Einstellungen vornehmen lassen – wenn man weiß wie. Zudem bieten die Fortgeschrittenen-Modelle oft höhere Serienbildgeschwindigkeiten sowie ein ausgefeilteres und schnelleres Autofokussystem mit einer größeren Auswahl an Fokusmesspunkten. Höherpreisige Modelle besitzen häufig auch ein gegen Staub- und Spritzwasser geschütztes Gehäuse.

Wie viel sollte man für eine gute Einsteiger-DSLR ausgeben?

Günstige Spiegelreflexkameras im Set mit Objektiv (Kit) gibt es bereits zu Preisen zwischen 400 und 500 Euro. Mit dabei ist dann ein sogenanntes Kit-Objektiv, das den alltagstauglichen Brennweitenbereich zwischen 18 und 55 Millimetern abdeckt (3-fach-Zoom). Diese Objektive bieten eine ordentliche, aber keine hervorragende Bildqualität und sind auch nicht besonders lichtstark. Ambitionierte Einsteiger sollten also die Anschaffung weiterer höherwertiger Objektive einplanen. Für etwa 200 Euro mehr bekommt man bereits die nächst höheren Modell-Reihen, die mit mehr Einstellungsmöglichkeiten, besseren Autofokus-Systemen und Serienbildgeschwindigkeiten auch fortgeschrittene Nutzer ansprechen. Ein Tipp: Oft lohnt sich der Blick auf Vorgängermodelle oder etwas ältere Modelle aus der nächst höheren Modellklasse. Diese sind in der Regel nicht schlechter als ihre Nachfolger, werden aber günstiger angeboten.

Pentax-Spiegelreflex-Kamera wird nassgespritzt Ungewöhnlich für eine Einsteiger-DSLR: Die Pentax K50 ist gegen Spritzwasser geschützt.(Bildquelle: Ricoh-imaging.eu)

Für welches System sollte ich mich entscheiden?

Klar, wer die Wahl hat, hat die Qual. Es bietet sich jedoch an, auf einen Hersteller zu setzen, für den eine möglichst große Auswahl an Objektiven zur Verfügung steht. Canon und Nikon haben hier eindeutig die Nase vorn. Nicht nur bringen die beiden Platzhirsche seit vielen Jahren immer wieder neue Objektive auf den Markt, auch die Auswahl an Objektiven von anderen Herstellern wie Sigma oder Tamron ist für diese beiden Systeme sehr groß. Für alle, die gerne bei Wind und Wetter im Freien fotografieren, sind insbesondere die Modelle von Pentax interessant, denn bei diesem Hersteller sind bereits die Einsteiger-Modelle gegen Spritzwasser und Staub geschützt.