Objektive: Weitwinkelzooms im Test - Neuling Tokina überzeugt mit Profiqualität

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weitwinkelzoom-im-testDie Zeitschrift ''Foto Hits'' hat fünf Zoomobjektive, die einen extremen Weitwinkel aufweisen, getestet. Dabei mussten sich zwei alte Platzhirsche von Nikon und Sigma gegen drei neue Modelle von Tokina und Tamron behaupten. Eine Kaufempfehlung auf Grund der Testergebnisse fiel den Redakteuren jedoch schwer: Jede Optik hat ihre speziellen Vorzüge. Die Auszeichnung 'Profitipp' erhielt jedoch der Neuling Tokina AT-X 124 PRO DX II.

Das Objektiv Tokina AT-X 124 PRO DX II (AF 12-24mm f/4) zeigte eine so gute Bildqualität, wie man sie ''derzeit im Weitwinkelbereich an APS-C-Kameras vergeblich'' suche, so lautet die begeisterte Einschätzung des Testredakteurs. Die beste Qualität erzielt die Linse bei Blendenwerten zwischen 5,6 und 8. Die Schärfe am Bildrand fiel stets ''gut oder sehr gut'' aus. Allerdings produzierte das Objektiv auch Farbsäume (chromatische Aberration), die jedoch nur bei genauem Hinsehen zu entdecken waren. Der Autofokus machte sich durch ''hell-surrende'' Geräusche bemerkbar, die aber relativ leise ausfielen. Die Verarbeitung des Objektivs war hervorragend. Gefallen hat den Testern der Dichtungsring am Objektiv und die wasserabweisende Beschichtung der Frontlinse.

Die Auszeichnung 'Preistipp' erhielt das Sigma Foto 10-20 mm F4-5,6 EX DC HSM. Es kostet um die 530 Euro. Es zeigte eine ''auffallend ausgewogene Abbildungsleistung'', so der Tester. Die Randschärfe fiel hoch aus, nur in den mittleren Brennweiten zeigte sie einen etwas größeren Unterschied im Vergleich zur Bildmitte. Allerdings falle dieser Schärfeverlust in der Fotopraxis kaum auf, so der Redakteur. Das Sigma ist vor allem auf Grund der sehr niedrigen Brennweiten attraktiv. Die negative Folge davon ist jedoch, dass Beugungsunschärfe auch schon bei geringeren Brennweitenzahlen auftritt als bei den anderen Linsen im Vergleich. Beugungsunschärfe kann allerdings durch Abblenden verhindert werden.

Sehr gute Werte im Test zeigte auch das Nikon AF-S DX Zoom-Nikkor 12-24 mm 1:4G IF-ED. Es besaß den leisesten und schnellsten Autofokus von allen Testkandidaten. Zudem war es das einzige Modell in diesem Test, das kaum Farbsäume produzierte. Sie traten nur in den äußersten Bildrändern auf und auch dort nur in sehr geringem Ausmaß. Besonders gut waren auch die Auflösungswerte und die Detail- und Kontrastdarstellung des Nikkor-Objektivs.

Hier finden Sie alle fünf Objektive im Test in einer Übersicht mit den jeweiligen Testergebnissen.

Autor: Anne K.