Objektive: Drei Zoomobjektive auf dem Prüfstand - Makrobereich besonders gut

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Die Zeitschrift ''Foto Magazin'' hat drei Zoomobjektive getestet, die alle sehr lange Brennweiten besitzen. Es sind Standardzoomobjektive von Nikon und Sigma und eignen sich für Spiegelreflexkameras mit APS-C-Sensoren. In der Praxis waren die Bildergebnisse besser als die reinen Laborwerte vermuten ließen. Fazit: Zwei Objektive wurden als ''sehr gut'' bewertet, eines als ''gut''. Die Preispolitik der Hersteller erwies sich somit als vernünftig. Das ''gute'' Nikon AF-S DX 18-135 mm ist auch das günstigste. Besonders gut waren alle Linsen im Nahbereich.

Im absoluten Nahbereich erwiesen sich alle drei Zoomobjektive als hervorragend. Kleine Objekte wurden erstaunlich scharf abgebildet. Bei der Verarbeitung punktete das Sigma Foto 18-125mm. Es besitzt als einziges Objektiv im Test ein verschleißarmes Metallbajonett und ein solide wirkendes Filtergewinde. Die beiden Nikon-Linsen sollten lieber mit Streulichtblende benutzt werden, da ihre Filtergewinde sehr dünn ausgefallen sind. Die Nikonobjektive verfügen lediglich über Kunststoffbajonette, was einen negativen Effekt aufwies: Beide wackelten leicht an der Kamera. Der Bildqualität schadete das jedoch nicht. Einen Minuspunkt erhielt Sigma, weil der Ultraschall-Fokussiermotor den Fokussierring mitdreht. Daher muss der Fotograf sehr aufpassen, dass er mit der Hand nicht versehentlich Ring respektive Motor blockiert. Außerdem empfanden die Tester die Geräusche beim Sigma irritierend: Sie setzten schon ein, bevor überhaupt der Auslöser angetippt wurde. Das Nikon AF-S DX Nikkor 18-105mm und Sigma ähneln sich bei der Abbildungsqualität stark. Bei beiden war die Auflösung mit offener Blende sehr gut. In der Praxis konnte das Nikon-Objektiv jedoch etwas mehr Schärfe herausholen. Das Nikon AF-S DX 18-135 mm verfügt leider nicht über einen Bildstabilisator – die Benutzung eines Einbeinstativs wird empfohlen. Für die besten Bildergebnisse sollte zudem um zwei Stufen abgeblendet werden. Dies reduziert auch Randabschattungen, die vor allem in den Endbrennweiten sichtbar wurden. Alle drei Linsen zeigten übrigens im Weitwinkelbereich recht starke tonnenförmige Verzeichnungen.

 

Autor: Anne K.