Weitwinkel-Konverter: Das muss passen

  • Gefiltert nach:
  • Weitwinkel-Konverter
  • Alle Filter aufheben

Der Foto-Zubehörmarkt strotzt nur so vor Angeboten mit den verschiedensten Konvertern, die den Arbeitsbereich des Objektivs vergrößern soll. Da kann man schon für kleines Geld fündig werden und darf sich bei den Ergebnissen jedoch nicht zu sehr wundern, wenn nicht das herauskommt, was man sich erwartet hatte. Andererseits bieten Kamera- und Objektivhersteller Weitwinkelkonverter an, die 100-prozentig zum Objektiv passen und gleich über 100 EUR an der Kasse beanspruchen. Die passen aber dann genau und liefern Ergebnisse, die meist den Ansprüchen des Fotografierenden gerecht werden.

Faktoren

Mit den Weitwinkelvorsatzlinsen will man eine Erweiterung der Brennweite nach unten erreichen. Diese Art der Konverter, die es im umgekehrten Verhältnis auch für den Telebereich gibt, arbeitet mit Faktoren von 0,3 bis 0,8. So wird beispielsweise eine Kleinbildbrennweite von 28 Millimetern mit einem 0,8er Weitwinkelkonverter auf 22 Millimeter erweitert. Oder andersherum betrachtet kann man mit dem 0,5er Konverter die abgebildete Fläche auf dem Foto verdoppeln.

Bildqualität

Eine Weitwinkelvorsatzlinse ist intern recht kompliziert konstruiert und arbeitet ähnlich wie ein Fernglas. Wenn hier nicht höchste Präzision gegeben ist und das Kriterium des Zusammenpassens von Konverter und Objektiv erfüllt ist, kann es schnell zu einer mangelhaften Bildqualität kommen. Wenn man nicht schon ein teures und lichtstarkes Weitwinkelobjektiv besitzt, das in dem Extrembereich noch ausgezeichnete Aufnahmen abliefern kann, sollte man lieber auf den Einsatz des Konverters verzichten. Denn gerade im Weitwinkel leiden viele Objektive an mangelnder Bildqualität und liefern auch ohne Konverter schon die gefürchteten Verzeichnungen und Abschattungen zum Bildrand hin. Damit die Resultate einigermaßen beim Einsatz eines Weitwinkelkonverters stimmen, sollte man sich an die Grundregel halten, die kleine Blendenöffnungen (größere Blendenzahl) empfiehlt. Bei den Automatikprogrammen sind kleine Blende und lange Zeit anzuwählen.

Autor: Christian