Objektive: Welche Brennweite für welches Motiv?

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Telezoom Telezoom Tamron SP 70-200mm F2.8 Di VC USD

Ein Telezoom ist ein Objektiv mit einer variablen Brennweite im Telebereich. Da ein Normalobjektiv beim Kleinbildformat eine Brennweite von etwa 50 Millimeter vorweist, fangen Telezooms in der Regel ab 55 Millimeter an. Klassische Spannen sind beispielsweise 70 bis 200 oder 70 bis 300 Millimeter. Welche Motive erfordern aber welche Brennweite und worauf sollte man noch achten?

Panasonic Lumix G Vario H-FS45150: Mit kleinbildäquivalenten 90 mm ideal für Porträtaufnahmen Panasonic Lumix G Vario H-FS45150: Mit kleinbildäquivalenten 90 mm ideal für Porträtaufnahmen

PorträtaufnahmenFür Personengruppen die sich etwa für ein Hochzeitsfoto positionieren, wird man keinen Telezoom verwenden, sondern auf einen Weitwinkel zurückgreifen, um alles gut ins Bild zu bekommen. Porträtiert man hingegen ein oder zwei Personen ist ein leichtes Tele von etwa 80 bis 120 Millimetern perfekt. Diese erlauben vor allem bei großer Blendenöffnung die Gestaltung mit selektiver Schärfe. Die Person grenzt sich hervorragend vom unscharfen Hintergrund ab. Besonders gut gelingt dieser Schärfe-Unschärfe-Verlauf, wenn das Objektiv zudem über eine nahezu kreisrunde Blende verfügt, was bei sieben, besser noch neun Blendenlamellen gewährleistet ist. Verwendet man hingegen eine zu starke Telebrennweite wirken Gesichter flach und zweidimensional.

Sport- und Actionaufnahmen

Will man einen Wettkampf fotografieren, hat man oft nicht die Möglichkeit nah an sein Motiv heranzutreten. In diesen Fällen benötigt man extreme Teleobjektive, sogenannte Superteleobjektive, die es auch als Zoomobjektive gibt. Bei Sportaufnahmen ist allerdings Schnelligkeit gefragt, das heißt, man sollte darauf achten, dass der gewählte Telezoom schnell scharfstellt. Die Verschlusszeiten sollten äußerst kurz sein, damit man tatsächlich eine Momentaufnahme des Sportlers erhält. Begünstigt wird das durch eine möglichst weit geöffnete Blende, die zudem dafür sorgt, dass nur das Hauptmotiv scharf ist und der Blick sich darauf konzentrieren kann. Zooms hingegen haben häufig eine nicht ganz so gute Lichtstärke wie Festbrennweiten. Das Tamron SP 70-200mm Di VC USD kann auf eine offene Blende von F2,8 stolz sein. Hat das Objektiv zudem einen Bildstabilisator kann man mittlerweile bis zu fünf Blendenstufen gut machen. Das heißt: es gelingen Freihandaufnahmen auch noch bei längeren Verschlusszeiten.

Canon EF-S 55-250mm F4-5,6 IS STM für DSLR mit APS-C-formatigen Sensor Canon EF-S 55-250mm F4-5,6 IS STM für DSLR mit APS-C-formatigen Sensor

Tierfotografie

Um Tiere zu fotografieren, sollte man in den meisten Fällen zu einem Teleobjektiv greifen. Handelt es sich um ein Haustier gilt das gleiche wie für die Porträtfotografie und man ist mit einem leichten Tele gut beraten. Will man Tiere in der freien Wildbahn fotografieren, benötigt man Brennweiten ab 300 Millimeter, einen schnellen Autofokus und nach Möglichkeit auch wieder eine möglichst hohe Lichtstärke, die vor allem bei Aufnahmen in der Dämmerung zum Tragen kommen könnte. Verwendet man neben dem Supertele zudem noch einen Extender kann man den Brennweitenbereich zusätzlich erweitern. So bietet Canon sein EF 200-400mm f/4 L IS USM gleich mit einem integrierten Extender 1.4x an, sodass man bis zu einer Brennweite von 560 Millimetern arbeiten kann. Mit dem Bildstabilisator (IS) und dem Ultraschallmotor (USM) ist dieses Telezoom perfekt für die Tierfotografie geeignet und überzeugt in zahlreichen Testberichten.

Autor: Marie M.