Objektive: Das Zoomobjektiv

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Canon EF 24-70mm F4L IS USM Canon EF 24-70mm F4L IS USM

Zoomen ist ein lautmalerischer Begriff aus der englischen Sprache, der für eine schnelle Bewegung steht. Auf das Objektiv übertragen bedeutet Zoomen sich schnell durch den gesamten Brennweitenbereich eines variablen Linsensystems zu bewegen. Optisch legt man eine größere Entfernung zurück, wenn man beispielsweise vom Weitwinkelbereich in den Telebereich wechselt. Da die Zoomobjektive relativ kostengünstig sind und den Kauf verschiedener Objektive mit fester Brennweite überflüssig machen, haben sie sich gut etablieren können.

Beim Kauf des Zooms Cropfaktor beachten

Die Brennweiten-Werte, die für ein Objektiv  angegeben werden beziehen sich auf das Kleinbildformat (KB), um für eine einheitliche Orientierung bei unterschiedlichen Objektiven zu sorgen und müssen je nach Sonsorgröße bezüglich ihrer Wirkung umgerechnet werden. Bei einem APS-C-formatigen Chip liegt der Cropfaktor bei 1,5 und bei einem Micro-Four-Thirds-Sensor bei 2. Misst die Brennweite des Objektivs 30 bis 60 Millimeter entspricht der Bildwinkel im ersten Fall etwa dem von 45 bis 90 Millimetern und im zweiten Fall von 60 bis 120 Millimetern.

Samsung EX S1650ASB Premium NX Bajonett F2-2.8-16-50mm Samsung EX S1650ASB Premium NX Bajonett F2-2.8-16-50mm

Brennweiten beim Standardzoom

Als Standardzoomobjektiv sollte man eine Brennweite von leichtem Weitwinkel bis leichtem Tele wählen, was im KB-Format etwa 30 bis 80 Millimeter bedeutet. Das ist ausreichend für Landschafts- und Gruppenaufnahmen mit Weitwinkel sowie für die Portraitfotografie im leichten Telebereich. Meist kommen bei Zoomobjektiven asphärische Linsen zum Einsatz, die aus vielen Einzellinsen bestehen und Abbildungsfehler verringern.

Durchgehend hohe Lichtstärken

Mit dem technischen Fortschritt wurde auch die Lichtempfindlichkeit der Optik deutlich verbessert. Waren vor wenigen Jahren noch Blenden von 4.5-5.6 bei einem Standardzoomobjektiv üblich, findet man heute schon Zoomobjektive, die eine durchgehende Lichtstärke von F2,8 haben. Dadurch kann man in der Makrofotografie, die früher an Festbrennweiten gebunden war, spezielle Weitwinkelzooms einsetzen und neue Aufnahmeperspektiven nutzen.

Zoom als Stilmittel im Film

Vor allem an Kompaktkameras kommen motorgesteuerte Zoomobjektive zum Einsatz. Sie erlauben dem Fotografen per Knopfdruck die schnelle Einstellung. Die Zoomfahrt sollte nicht zu schnell fortschreiten, da dies bei der Findung der richtigen Brennweite hinderlich ist. Weiches Zoomen kann ein gutes

Fujifilm Fujinon 18-55mm f/2,8-4 R LM OIS Fujifilm Fujinon 18-55mm f/2,8-4 R LM OIS

Stilmittel im Videomodus der Kamera darstellen. Moderne Ultraschallmotoren sorgen aus diesem Grund für eine nahezu lautlose Bewegung der Linsen. Bei günstigeren Kameras überträgt sich das Motorgeräusch allerdings auf den Film – deshalb sollte man in diesen Fällen nie im Videomodus zoomen, wenn dieser zu laut ist.

Verändern des Bildausschnitts, aber nicht der Perspektive

Die Bewegung innerhalb eines Brennweitenbereichs kann manuell mittels Drehen eines Objektivrings oder auch per Motor geschehen. Meist wird diese Bewegung des Linsenkörpers stufenlos vollzogen und nur wenige Kameras und Objektive lassen sich zu festen Brennweitenpunkten bewegen, was allerdings gerade bei der Panoramafotografie recht nützlich sein kann. Durch den Zoomvorgang wird lediglich der Bildausschnitt verändert und nicht die Aufnahmeperspektive, was gerade fotografische Anfänger verführt und sie kreativer Mittel beraubt.

Autor: Christian