Porträt-Objektive: Das richtige Objektiv für Porträts finden

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Was macht ein gutes Porträt-Objektiv aus?

Das charakteristische Merkmal ist eine große Blendenöffnung beziehungsweise eine hohe Lichtstärke. Diese erkennen Sie an einer Bezeichnung wie F1,8, F/1,8 oder 1:1,8 auf dem Objektiv, dabei gilt: Je kleiner die Zahl, desto größer die Blendenöffnung und die Lichtstärke. Eine große Blendenöffnung sorgt dafür, dass die Tiefenschärfe gering ausfällt, wodurch Sie das Gesicht Ihres Models scharf abbilden können, während der Hintergrund verschwimmt. Man spricht dabei auch vom "Freistellen", da sich das Gesicht durch diesen Effekt deutlich vom Hintergrund abhebt. Grob kann man sagen, dass Objektive mit einer Blende größer oder gleich f/2,8 als lichtstark gelten und damit schonmal eine gute Voraussetzung für Porträts mitbringen.

Welche Brennweite eignet sich am besten für Porträt-Bilder

Aber auch die Brennweite hat einen großen Einfluss darauf wie ein Gesicht auf einem Bild wirkt. Ein zu weiter Winkel führt dazu, dass die Nase ihre Models unnatürlich groß und der Rest des Gesichts eher schmal wirkt. Ein sehr kleiner Winkel, also eine hohe Brennweite, lässt das Gesicht hingegen eher rundlich und flach erscheinen. Daher sollten Sie für Porträts zu einer Brennweite zwischen 50 und 200 Millimeter im Voll- beziehungsweise Kleinbildformat greifen. Bei Kameras mit APS-C-Sensoren entspricht das in etwa einer Spanne zwischen 35 und 135 Millimetern und an Micro-Four-Thids-Kameras 25 und 100 Millimetern.

Die lichtstärksten Portät-Objektive

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 Zeiss Planar T* 1,4/85 Befriedigend(3,1)
2 Canon EF-M 15-45mm f/3,5-6,3 IS STM Sehr gut(1,5)
3 Nikon AF-S DX Nikkor 55-200 mm 1:4-5,6G ED VR II Gut(1,8)

Schöne Hintergrundschärfe: Die Sache mit dem Bokeh

Frau vor unscharfen Hintergrund Bei offener Blende verschwimmt der Hintergrund und das Gesicht hebt sich gut ab. (Bildquelle: unsplash.com/chistopher campbell)

Wie eingangs erwähnt, zeichnen sich Porträt-Objektive unter anderem durch die Möglichkeit aus, eine geringe Tiefenschärfe zu erzeugen. Die Unschärfe, die dadurch entsteht und in der Regel den Hintergrund betrifft, nennt man Bokeh. Je größer die Blendenöffnung ist, desto mehr verschwimmt der Hintergrund und das Hauptmotiv tritt gleichzeitig stärker in den Vordergrund. Wie ausgeprägt das Bokeh ist, hängt aber auch von der Brennweite – je größer die Brennweite, desto unschärfer – und von der Sensorgröße ab. Mit größeren Sensoren können Sie diesen Effekt leichter erzielen als mit kleineren. Auch die Qualität des Bokehs ist von Objektiv zu Objektiv unterschiedlich. Tester und Fachmagazine achten darauf, dass es möglichst gleichmäßig und harmonisch wirkt. Durch Lichtreflexe erzeugte Ringe bzw. Scheiben sollten möglichst rund erscheinen. Voraussetzung dafür ist eine runde Blendenöffnung, die durch eine höhere Anzahl oder abgerundete Blendenlamellen erzeugt wird.

Autor: Andreas K.