Makro-Objektive: Das Reich des Kleinen

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Beispielbild von Canon für das EF 100mm f/2.8L Macro IS USM Beispielbild für das EF 100mm f/2.8L Macro IS USM (Bildquelle: Canon)

Die Welt der kleinen Dinge und Lebewesen ist dermaßen reichhaltig, dass es dem Fotografen nie an Motiven mangeln kann. Die Nah- und Makrofotografie bekommt dadurch einen besonderen Stellenwert, da Insekten und andere Kleintiere gleichermaßen interessant sind wie Briefmarken oder Schmuckstücke. Wenn also ein Motiv eine reale Größe entsprechend der Sensorgröße oder auf dem Sensor vergrößert abgebildet wird, spricht man von Makrofotografie – den Begriff Nahfotografie kann man gleichermaßen benutzen, da die Grenzen verschwimmen.

Festbrennweite Tamron SP 90mm F2.8 Di VC USD Makro Festbrennweite Tamron SP 90mm F2.8 Di VC USD Makro (Bildquelle: Tamron)

Kompaktkameras mit Makromodus

An dieser Stelle soll in erster Linie auf die Ausrüstungsgegenstände eingegangen werden, die der Makrofotografie ganz neue gestalterische Mittel in die Hand geben. Als fotografischer Neuling sollte man sich von der Reichhaltigkeit einer Profiausrüstung nicht abschrecken lassen und einen Schritt nach dem anderen in puncto Anschaffungen machen. Am schwierigsten ist wohl die richtige Wahl der Kamera, da schon die kleinste Kompaktkamera einen Makro-Modus, welcher häufig symbolisch mit dem Blümchen angezeigt wird, anbietet. Das Vermögen, auf kurze Distanz scharf zu fokussieren, ist hier das entscheidende Kriterium. Hochwertige Makroaufnahmen wird man allerdings nur mit einem speziell entwickelten Makroobjektiv an einer Wechselobjektivkamera erreichen.

Makroobjektive mit der größten Brennweite

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 Tamron 100-400mm F4.5-6.3 Di VC USD Gut(1,8)
2 Tamron 3,5-6,3/18-400 mm Di II VC HLD Gut(1,8)
3 Sigma 70-300mm F4,0-5,6 DG Makro Sehr gut(1,5)

Zoom Sigma 70-300 mm F4,0-6,6 DG Makro Zoom Sigma 70-300 mm F4,0-6,6 DG Makro (Bildquelle: Sigma)

Brennweiten und Abbildungsmaßstäbe

Unter den Makroobjektiven gibt es vorwiegend Festbrennweiten zwischen 50 und 100 Millimetern, aber auch einige lange Brennweiten von 180 beziehungsweise 200 Millimetern, die einen größeren Abstand zum Objekt ermöglichen, was vor allem in der Kleintierfotografie nützlich ist. Sie bilden meist im Verhältnis von 1:2 oder 1:1 ab. Nur wenige Objektive bieten eine vergrößerte Abbildung an. Hierzu gehört das Lupenobjektiv MP-E 65 mm F2.8 1-5 x Makro von Canon, welches über einen Abbildungsmaßstab bis 5:1 verfügt. Allerdings kann man dieses nur manuell fokussieren, was mit steigender Vergrößerung schwieriger fällt. Wirklich scharfe Bilder kann man im Prinzip nur mit viel Übung, Stativ und jeder Menge Licht erhalten. Die Ergebnisse hingegen beeindrucken umso mehr, da die Aufmerksamkeit auf Details im Mikrokosmos gelegt wird, die man mit bloßem Auge so nicht wahrnehmen kann. Schließlich gibt es noch einige Vario-Makroobjektive, deren Qualität sich allerdings von einem Festbrennweiten-Makroobjektiv unterscheiden, da eine gleichzeitige Korrektur von Bildfehlern für mehrere Brennweiten und verschiedene Objektabstände schlichtweg kaum möglich ist.

Lupenobjektiv Canon MP-E 65mm F2,8, 1-5fach Lupenobjektiv Canon MP-E 65mm F2,8, 1-5fach (Bildquelle: Canon)

Welche Alternativen gibt es?

Statt eines teuren Makro-Objektivs kann man auch eine Nahlinse verwenden. Soll die Bildqualität stimmen sollte diese Linse achromatisch beziehungsweise apochromatisch korrigiert sein. Eine weitere Möglichkeit wäre den Abstand des Objektivs mittels Balgengerät oder Zwischenring zur Bildebene zu reduzieren. Mit der stark verlagerten Fokusebene könnte es jedoch Schwierigkeiten geben. Nutzt man einen Umkehrring, um das Objektiv in der Retrostellung einzusetzen, ist es dann allerdings meist nur noch manuell zu bedienen.

Autor: Marie M.