Weitwinkelobjektive: Arten von Weitwinkelobjektiven

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Gemäßigtes Weitwinkelobjektiv Das Canon EF 24mm 2.8 IS USM hat eine hohe Lichtstärke und ist für Canon-Vollformatkameras konstruiert. (Bildquelle: amazon.de)

Der natürlichen Wahrnehmung des Menschen entsprechen am ehesten Objektive, die einen Bildwinkel von 40 bis 50 Grad haben. Sie werden als Standard- oder Normalobjektive bezeichnet und bilden das mit dem Auge gesehene Motiv 1:1 ab. Alle Objektive, die mehr darstellen, haben einen größeren Bildwinkel und werden daher als Weitwinkelobjektive bezeichnet. Im Kleinbildformat sind alle Objektive, die eine Brennweite von weniger als 40 mm haben, Weitwinkelobjektive. Da der Bildwinkel nicht nur von der Brennweite, sondern auch von der Aufnahmefläche abhängig ist, verschiebt sich das Verhältnis, sobald der Sensor kleiner beziehungsweise größer als 24 x 36 Millimeter ist. Das erklärt die Angabe der kleinbildäquivalenten Brennweite in vielen Datenblättern und warum eine 24-mm-Optik nicht unbedingt ein Weitwinkelobjektiv sein muss.

Weitwinkelobjektiv von Walimex Das Walimex Pro 14 mm 2,8 ist eine Optik für APS-C-Kameras. Durch den Cropfaktor ergibt sich daher eine effektive Brennweite von 22 mm, was jedoch immer noch sehr weitwinklig ist. (Bildquelle: amazon.de)

Gemäßigte Weitwinkelobjektive

Gemäßigte Weitwinkelobjektive haben eine leichte bis mittlere Weitwinkelwirkung von 60 bis 75 Grad. Im Kleinbild entspricht dies einer Brennweite zwischen 28 und 38 Millimetern. Da sie eine hohe Schärfentiefe aufweisen, aber dennoch wenig Verzerrungen, werden sie gern in der Reportagefotografie verwendet.

Superweitwinkelobjektive

Objektive mit einem diagonalen Bildwinkel über 80 Grad werden als Super- oder Ultraweitwinkelobjektive bezeichnet. Mit ihnen kann man sehr schöne Naturaufnahmen vornehmen. Auch in Actioncams sitzt sehr häufig ein Superweitwinkelobjektiv und Dashcams nehmen die Fahrt mit einem 120-Grad-Bildwinkel oder sogar mehr auf. Im Kleinbildformat betrifft dies Brennweiten ab 24 Millimeter und weniger. Das beliebte 14-Millimeter etwa hat einen diagonalen Bildwinkel von 114 Grad. Bei den Weitwinkelzooms wird gern ein Bildwinkel vom leichten Superweitwinkel bis hin zum gemäßigten Weitwinkel abgedeckt. Die etwas schlechtere Bildqualität im Vergleich zu den Festbrennweiten kann man aufgrund der höheren Flexibilität verschmerzen.

Die lichtstärksten Weitwinkelobjektive

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 Voigtländer 25 mm 1:0,95 Nokton II MFT Gut(2,1)
2 Voigtländer 10,5 mm 1:0,95 Nokton MFT Befriedigend(3,3)
3 Neewer 25mm f/0.95

Fisheye Sigma Das Sigma 10 mm F2,8 EX DC ist ein Fisheye-HSM-Objektiv mit Gelatinefilter für Nikon. (Bildquelle: amazon.de)

Fischaugenobjektive

Ein Superweitwinkelobjektiv ist nicht automatisch ein Fisheyeobjektiv. Erst gerade Linien, die nicht durch den Bildmittelpunkt verlaufen, aber rund verzeichnet werden, lassen ein Fischaugenobjektiv erkennen. Ein Fischauge, welches die diagonalen Ecken in einem Bildwinkel von 180 Grad erfasst, hat im Kleinbildformat eine Brennweite von 16 Millimetern. Ein Fischauge, welches eine kreisrunde Abbildung erzeugt, misst acht Millimeter. Ein Spezialobjektiv ist das von Nikon entwickelte 6-Millimeter. Es erzeugt ebenfalls ein kreisrundes Bild, allerdings mit einem Bildwinkel von 220 Grad. Es schaut demnach "nach hinten".

Der Bildwinkel eines Objektivs lässt sich zudem mit einem Weitwinkelkonverter vergrößern.

Die Weitwinkelobjektive mit der kürzesten Brennweite

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 Olympus M.Zuiko Digital ED 7-14mm f2.8 PRO Sehr gut(1,1)
2 Panasonic Lumix G Vario 7-14mm / F4.0 Asph. Gut(1,9)
3 Venus Optics Laowa 7,5mm F2 Befriedigend(2,8)

Autor: Marie M.