Objektive: Weitwinkel-, Normal- und Teleobjektiv

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Viele Objektive Objektive von Fujifilm

Es gibt verschiedene Objektivarten, die sich durch ihre Brennweiten und damit ihren Aufnahmewinkel unterscheiden. Man unterteilt die Brennweiten – und analog die Objektive – in den Weitwinkel-, Standard- und Telebereich. Wer mit einem Objektiv gleich mehrere Brennweiten einstellen möchte, der sollte sich hingegen für ein Zoomobjektiv entscheiden, die einen, zwei oder sogar alle drei Bereiche abdecken.

Standardobjektiv Normalobjektiv Nikon AF Nikkor 50mm F1,8D

Standardobjektiv

Ein Objektiv, dessen Brennweite im Standardbereich liegt, nennt man Standard- oder auch Normalobjektiv. Diese Objektive bilden einen Blickwinkel, der zwischen 45 und 53 Grad misst, ab. Daraus ergibt sich eine Brennweite, die beim Kleinbild etwa 50 Millimeter beträgt. Bei Kameras mit kleineren Sensoren muss man den Cropfaktor berücksichtigen. Bei einem APS-C-formatigen Chip etwa liegt die Normalbrennweite bereits bei rund 30 Millimetern und bei einem Micro-Four-Thirds-Bildwandler bei 25 Millimetern. Das Abgebildete wird so dargestellt wie wir es auch mit unseren Augen sehen. Daher eignet sich eine Normalbrennweite hervorragend, um Hausfassaden zu fotografieren, Landschaftsaufnahmen vorzunehmen oder Reportagen anzufertigen. Die Abbildungsfehler halten sich bei einem Normalobjektiv in Grenzen. Sie brillieren auch häufig durch eine hohe Lichtstärke von F1,4 bis F2,8, sind demnach sehr gut geeignet, um in schwierigeren Lichtverhältnissen noch ohne Stativ zu fotografieren.

Weitwinkel Weitwinkel von Walimex mit 14 mm Brennweite

Weitwinkelobjektiv

Weitwinkelobjektive besitzen eine kleinere Brennweite als Standardobjektive und damit einen größeren Aufnahmewinkel. Sie rücken demnach die Szenerie näher zusammen. Gegenstände, die sich nah an der Kamera befinden, werden übermäßig groß abgebildet und unnatürlich verzerrt. Dadurch sind diese Objektive für Porträtaufnahmen völlig ungeeignet, können aber für spannungs- und actionreiche Reportagen eingesetzt werden. Ein weiterer Vorteil, der sich auch gut bei Landschaftsaufnahmen einsetzen lässt, ist die große Tiefenschärfe, sodass die Blumen im Vordergrund genauso scharf abgebildet werden können wie die Bäume im Hintergrund. Auch hier muss man beim Kauf den Cropfaktor beachten. Während ein Fisheyeobjektiv mit acht Millimetern an einer Kleinbild-Vollformat-Kamera eine kreisrunde Abbildung der Szenerie erzeugt, tritt dieser Effekt bei einem Fotoapparat mit einem APS-C-formatigen Sensor nicht mehr ein.

Tele Teleobjektiv von Canon mit 20 mm

Teleobjektiv

Bei Brennweiten ab 65 Millimetern an einer Vollformat-Kleinbildkamera nimmt der Bildwinkel so stark ab, dass man weit Entferntes näher heranholen und damit formatfüllend ablichten kann. Im Gegensatz zu den Weitwinkelobjektiven besitzen sie allerdings eine geringere Tiefenschärfe. So können Gegenstände sich besonders gut vom Hintergrund lösen, da dieser völlig unscharf wird. Ein weiteres Merkmal von Aufnahmen mit Teleobjektiv ist die Verdichtung des Raums. Es entsteht in Teleaufnahmen der Eindruck, dass Objekte im Vordergrund und im Hintergrund sehr nah beieinander liegen. Den Effekt kennt man von Tierfilmen: Wurde ein hoher Telebereich gewählt, erscheint es oft so, als schleiche ein Raubtier mitten durch eine völlig gelassene Antilopenherde.

Autor: Marie M.