Objektive: Optischer oder digitaler Zoom

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Der Zoom einer Kamera erlaubt es dem Fotografen auch weit entfernte Motive nah heranzuholen und abzulichten. Hierzu bieten die Hersteller zwei unterschiedliche Systeme: zum einen den optischen Zoom und zum anderen den digitalen Zoom. Doch welchem soll man letztlich den Vorzug geben und welcher Zoom ist vor allem in Bezug auf die Bildqualität die beste Lösung?

Der optische Zoom

Für die Qualität von Fotos spielen die optischen Bestandteile einer Kamera eine wichtige Rolle. Hierzu zählt auch der optische Zoom. Dieser verändert den Bildausschnitt durch Variation der Linsenanordnung im Objektiv. Damit ist es möglich auch weit entfernte Motive oder Details ohne Qualitätsverlust und mit hoher Bildschärfe nah heranzuholen. Die Angabe dreifach optischer Zoom bezieht sich daher auf die Optik der Kamera, die in der Lage ist das Bild von der Weitwinkeleinstellung bis zur Teleeinstellung um einen gewissen Faktor zu vergrößern. Heutzutage ist ein mindestens dreifacher optischer Zoom Standard, mit einem Brennweitenbereich von 35 bis 105 Millimetern. Hierbei rechnet man 105 geteilt durch 35, was dann den Faktor 3 ergibt. Daher beschreibt diese Größe das Verhältnis zwischen Anfangs- und Endbrennweite. Bridgekameras und Super-Zoom-Kameras bietet heutzutage oft schon 30 bis 52-achen Zoom. Allerdings leidet mit zunehmender Brennweite zumeist auch die Bildqualität. Damit lassen sich viele weit entfernte Motive formatfüllend, das heißt bildausfüllend, fotografieren. Allerdings ist für das Fotografieren mit solch großen Brennweiten auch ein größeres Maß an Übung erforderlich, da die Bilder schneller verwackeln können. Die Millimeterzahlen, mit denen die Hersteller den Brennweitenbereich angeben, sind zumeist auf analoge Kleinbildkameras beziehungsweise digitale Vollformatkameras umgerechnet. Eine Brennweite zwischen 38 und 60 Millimetern entspricht etwa der natürlichen Sicht. Objektive mit einer Brennweite von unter 38 Millimetern nehmen auch Details auf, die nicht mehr im scharfen Bereich des menschlichen Blickfelds liegen. Diese Objektive eignen sich daher vor allem für Landschafts- oder Architekturaufnahmen und für größere Personengruppen. Je höher die Millimeterangabe zur Brennweite, desto näher kann man auch das Motiv heranholen.

Der digitale Zoom

Viele Hersteller haben zudem einen digitalen Zoom im Programm. Einige Nutzer sprechen in diesem Zusammenhang allerdings von einem Werbetrick der Kamerahersteller, da es sich bei einem digitalen Zoom gar nicht um einen Zoom im eigentlichen Sinne handelt, sondern um eine Vergrößerung des Bildausschnitts, mit einer Art digitaler Lupe. Dabei wird der ausgewählte Bildbereich mittels Interpolation (Bildpunkte, die beim Ausschneiden des Bildausschnitts an den Rändern verloren gegangenen sind werden dazugerechnet) auf die volle Größe gestreckt. Dies ist allerdings mit mehr oder weniger deutlichen Qualitätseinbußen verbunden und das Bild wirkt zum Teil deutlich gröber, detailärmer und unschärfer. Daher sollte man den digitalen Zoom sehr sparsam einsetzen oder ganz vermeiden, da nach Ansicht vieler Nutzer jedes Bildbearbeitungsprogramm die Vergrößerung eines Bildausschnitts besser bewerkstelligen kann, als eine Digitalkamera mit ihrer begrenzten Prozessorleistung. Im vorliegenden Fall kann man daher resümieren, dass die analoge Technik der digitalen überlegen ist. Generell ist es möglich den digitalen und optischen Zoom schon am Kameragehäuse zu erkennen. Beim optischen Zoom fährt das Objektiv meist aus dem Gehäuse heraus, was beim digitalen Zoom nicht nötig ist. Zudem sind Kameras mit optischen Zoom auch ein wenig teurer als die Modelle mit rein digitalem Zoom. Im Hinblick auf die Bildqualität ist dies allerdings gut investiertes Geld.

Autor: Florian E.