APS-C-Objektive: Die mit dem Crop-Faktor

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Als APS-C-Objektive bezeichnet man Objektive, die für Kameras mit APS-C-Sensoren ausgelegt sind. Häufig sind das Einsteiger- und Mittelklasse-DSLRs, zunehmend werden APS-C-Sensoren aber auch im semiprofessionellen Bereich eingesetzt. Profi-DSLRs sind hingegen mit größeren Vollformat-Sensoren (auch Kleinbild-, KB- oder 35mm-Format genannt) ausgestattet.

Tamron16-300mm F/3,5-6,3 DI II N/AF VC PZD Macro Tamron-Objektiv für APS-C-Kameras

Vollformat und APS-C

Tatsächlich können Vollformat-Objektive in der Regel auch an APS-C-Kameras genutzt werden. Voraussetzung ist, dass sie über das gleiche Bajonett verfügen, was innerhalb der Produktgruppen der einzelnen Hersteller oft der Fall ist. Ein Vollformat-Objekt von Canon mit dem typischen Canon EF-Bajonett passt also auch auf eine APS-C-DSLR von Canon, die über das gleiche Bajonett verfügt. Umgekehrt ist dies nicht möglich, da ein APS-C-Objektiv einen Vollformat-Sensor nicht vollkommen ausleuchtet. Auf den Bilder wäre ein schwarzer Rand zu sehen. Zudem kann auch der Spiegel beschädigt werden, wenn das APS-C-Objektiv zu weit in das Kamera-Gehäuse hineinragt.

Da der Bildkreis, den ein Vollformat-Objektiv erzeugt, größer ist als der eines APS-C-Objektivs, entstehen bei der Verwendung mit einer APS-C-Kamera quasi keine Nachteile. Allerdings sind Vollformat-Objektive in der Regel aufwendiger gearbeitet als APS-C-Objektive und daher kostspieliger.

Unterschiedliche Kennzeichnungen der Hersteller

APS-C-Objektive werden von den unterschiedlichen Herstellern in der Regel im Produktnamen als solche gekennzeichnet. Canon nutzt dafür das Kürzel EF-S anstatt  EF, Nikon kennzeichnet APS-C-Objektive mit dem Zusatz DX. Sigma bezeichnet sie mit DC und Tamron mit Di II.

Die Sache mit dem Crop-Faktor

Bei gleicher Brennweite ist der Bildausschnitt, den ein APS-C-Sensor aufnimmt, anderer als bei Vollformat-Sensoren. Der Bildwinkel ist enger, das bedeutet, der Bildausschnitt ist kleiner, Objekte werden dafür aber größer dargestellt. Der Effekt ist ähnlich als würde man in das Bild hereinzoomen. Der Umrechnungsfaktor von APS-C auf Vollformat liegt zwischen 1,5 und 1,6. Das bedeutet, dass ein 30-Millimeter-Objektiv an einer APS-C-Kamera ein ähnliches Ergebnis liefert wie eine 45-Millimeter-Linse an einer Vollformat-Kamera. Damit kann sich auch der Anwendungsbereich eines Objektivs an einer Vollformat-Kamera ein anderer sein als an einer APS-C-Kamera. Aus einer Portrait-Linse kann beispielsweise ein Teleobjektiv werden.

DSLR und spiegellose Systemkameras

Mittlerweile sind auch mehrere spiegellose Systemkameras mit APS-C-Sensoren ausgestattet, so zum Beispiel bei Sonys Alpha 6000 oder die Fujifilm X-T1.

Autor: Andreas K.