Unterwasser-Videokameras: Mittlerweile für jedermann zugänglich

Waren früher noch Spezial-Kameras mit aufwendigen Gehäusen notwendig, um Unterwasseraufnahmen anzufertigen, so ist dies heutzutage selbst für Amateure kein Problem mehr. Neben waschechten wasserdichten Camcordern, sorgen vor allem die zahlreichen Action-Cams für Filmspaß im feuchten Nass. Mit ihren wasserdichten Gehäusen sind teilweise Tauchgänge von bis zu 60 Metern möglich.

JVC GZ-RX515 JVC GZ-RX515, Quelle Amazon

Wasserdichte Camcorder

Die Auswahl an wasserdichten Camcordern im klassischen Sinne, mit umfangreichen Videofunktionen und einem Zoom-Objektiv, ist eher begrenzt. JVC hat sich mit der Neuauflage seiner Everio-Serie seit 2014 hervorgetan und alle Modelle dieser Einsteiger- und Mittelklasse-Camcorder mit einem Wasserschutz versehen. Die entsprechenden Modelle tragen die Bezeichnung Quad Proof.

Sie können auch ohne zusätzliches Gehäuse in einer Wassertiefe von bis zu 5 Metern genutzt werden, was für Aufnahmen im Pool oder am Badestrand ausreicht. Zu ihrer Ausstattung gehört ein 40-fach-Zoom-Objektiv, sowie ein klapp- und schwenkbares Display. Das Top-Modell GZ-RX515 ist zudem mit einem WLAN-Modul ausgestattet. Es wird ab rund 380 EUR angeboten.

Auch Panasonic bietet von Zeit zu Zeit einen wasserdichten Camcorder an. So zum Beispiel den HX-WA30. Er kann bis zu 10 Meter tief abtauchen und liefert Full-HD-Aufnahmen, eine Zeitlupenfunktion und schießt auch Bilder mit bis zu 16 Megapixeln. Der Camcorder ist zudem mit einem schwenkbaren Display ausgestattet, verfügt über ein WLAN-Modul und einen optischen 5-fach-Zoom. Dieser lässt sich dank des 12-Megapixel-Sensors ohne größere Qualitätseinbußen digital auf 18-fach erweitern.

Gopro Hero4 Black Gopro Hero4 Black, Quelle Amazon

Action-Cams

Seit einigen Jahren feiern die sogenannten Action-Cams ihren Siegeszug in der Outdoor-Filmerei. Die kleinen Camcorder glänzen zwar nicht mit der besten Bildqualität, dafür aber mit großer Flexibilität und einem sehr weiten Bildausschnitt. Viele Hersteller orientieren sich am Vorreiter GoPro und konzipieren ihre Kameras als kleine Kästen, die mit einem zusätzlichen Gehäuse vor Stößen, Dreck und Wasser geschützt werden. Je nach Hersteller und Modell sind diese Gehäuse bis zu zwischen 5 und 60 Metern wasserdicht.

Einige Anbieter rüsten ihre Action-Cams aber auch direkt mit einem wasserdichten Gehäuse aus, sodass man sich das Einlegen in ein externes Gehäuse spart. Ein Beispiel sind die Modelle Virb X und Virb XE von Garmin, die ohne zusätzliches Gehäuse einem Wasserdruck von 5 ATM, was einer Tiefe von 50 Metern entspricht, standhalten.

In jedem Fall sollte der Nutzer auf die vom Hersteller angegebenen Daten zur Wasserdichtigkeit achten, da diese bei Action-Cams oft sehr weit auseinander liegen. Beim Filmen unter Wasser empfiehlt es sich zudem, eine entsprechende Befestigung am Körper oder ein dafür ausgelegtes Handstativ zu verwenden.

Autor: Andreas K.