Die Zeitschrift ''videofilmen'' hat sich zwei Camcorder zum Test vorgenommen, die auf Band aufzeichnen. Sie gehören zwar zu einer aussterbenden Art, weil andere Speichermedien auf den Markt drängen, brauchen sich aber nicht einmal vor der 3000-Euro-Klasse der Camcorder verstecken! Wäre nicht der Vergleich der Bildqualität gewesen, hätte der Sony HDR-HC9 haushoch gesiegt. In diesem äußerst wichtigen Bereich konnte der Canon HV30 aber auftrumpfen und geht somit als Testsieger hervor.

Die Vorteile des Sony HDR-HC9 sind vielfältig. Zum einen ist er deutlich wertiger verarbeitet als der Canon. Seine Oberfläche wirkt edel, sein Griffteil extrem solide. Der Canon HV30 dagegen weist eine Seitenklappe auf, die sich im geschlossenen Zustand leicht bewegen lässt. Außerdem gibt der Canon recht viele Geräusche von sich: Er ''fiepst und piepst'', so der Testredakteur und auch sein Zoom lässt ein leises Pfeifen hören. Der HC9 hingegen ist vorbildlich still bis auf ein leises Surren. Daher wurden auch die Tonaufnahmen besser bewertet als die von Canon, obwohl dieser in der Tonabteilung voll ausgestattet ist. Bei der Bedienung bietet Canon Vorteile. Er komme den Neigungen von ambitionierten Filmern eher entgegen, so das Urteil. Die Bedienung läuft zügig und kann teilweise über den Sucher vorgenommen werden. So kann man während des Drehs Einstellungen vornehmen. Der Sony bietet diese Möglichkeit nicht. Sein Menü stammt von sucherlosen Camcordern und bedarf der Eingewöhnung. Dann ist auch der Sony einfach zu handhaben. Den Bildvergleich hat, wie oben erwähnt, Canon für sich entschieden. Sein Bild war schärfer und zeigte die intensiveren Farben. Beide Camcorder wiesen keine Bewegungsartefakte auf und konnten gleich gute Ergebnisse bei wenig Umgebungslicht erzielen. Motive mit hohem Kontrastumfang meisterte Sony besser.

Autor: Anne K.