GoPro Hero 3 Black Edition GoPro Hero 3 Black Edition

Der Konkurrenzdruck der digitalen Kompaktkameras mit Outdoor-Eigenschaften hat die Entwicklung der Camcorder für den harten Außeneinsatz deutlich vorangetrieben. Selbst relativ einfache Kompaktkameras werden in besonders geschützten Gehäusen angeboten, die auch gelegentliche Tauchtiefen bis zu 3 Metern wegstecken, aber keiner Befestigungsmöglichkeiten bieten, wie es bei den Actioncams üblich ist. Letztere sind inzwischen auf dem Niveau von Full HD angekommen und bieten eine nie da gewesene Bildqualität.

… und Action!

Es gibt kaum noch einen Bereich, in dem man keine Outdoor-Cam zum Einsatz bringen könnte, da Optik und innere Elektronik durch hermetisch verschlossene Gehäuse geschützt werden. Voraussetzung ist jedoch, dass man den kleinen Camcorder irgendwie stabil befestigen kann. manche Brillen, wie sie gerne im Winter- und Motorradsport zum Einsatz kommen bieten bereits eine integrierte Kamera, wmoit sich die Anbringung erledigt. Meist sind bei diesen Kameras jedoch Einschränkungen in der Bildqualität hinzunehmen, die man bei sogenannten Helmkameras seltener antrifft, wenn man zur Ausgabe von 200 bis 300 EUR bereit ist. Die häufig zylindrische Bauform der Helmkameras erlaubt die Unterbringung stärkerer Linsen, die sogar stabilisiert arbeiten und gelegentlich zoomen können. Die Befestigung ist meist recht einfach zu bewerkstelligen, indem Bänder und Saugnäpfe für einen sicheren Halt sorgen. Bei den angebotenen Befestigungsmaterialien erkennt man schnell die Qualität des Herstellers. So erhält man beispielsweise Saugnapfhalterungen, die auf der Motorhaube Geschwindigkeiten bis 300 km/h widerstehen können. Auch die Anzahl der Befestigungsmöglichkeiten, die im Lieferumfang des Basispakets enthalten sind, sollte man beachten. So bietet beispielsweise GoPro aus den USA für seine berühmte Hero-Actioncam insgesamt 16 zusätzliche Montagemöglichkeiten gegen Aufpreis an, während andere Hersteller gleich 7 oder 8 Befestigungen mitliefern.

Schutz

Je nach Kameratyp ist mit einer unterschiedlichen Dichtheit im Wasser zu rechnen. Dabei sollte man den Druck bei Spritzwasser auf einem Surfbrett nicht unterschätzen und ein gutes Unterwassergehäuse mit einer Tauchtiefenangabe bis 40 Meter oder mehr auswählen. Neben dem Schutz vor dem Wasser spielt die Stoßfestigkeit eine wichtige Rolle, da es bei Aktionen mit der Kamera recht ruppig zugehen kann. Wintersportler achten auch auf die Minusgrade, bei  der die Actioncam noch einsatzbereit ist, wobei die zusätzliche Auskühlung durch den Fahrtwind berücksichtigt werden muss.

Handhabung & Aufnahme

Viele Modelle bieten inzwischen eine kleine Fernsteuerung, die über Funk arbeitet und mit großen Knöpfen versehen ist, die sich auch noch mit Handschuhen bedienen lassen. Auch sollten die Tasten des Unterwassergehäuses gut zu bedienen sein. Immer mehr Modelle verfügen über eine WLAN-Verbindung und lassen sich damit sogar mit einem Smartphone aus der Ferne überwachen und steuern. Um den Fischaugeneffekt zu unterdrücken, bieten einige Actioncams auch eine Verringerung des Blickwinkels an. Während die Videoaufzeichnung in den vergangenen Jahren an Bildqualität deutlich zugelegt hat, vernachlässigen einige die Tonunterstützung. Hier sollte man auf eine gute Windgeräuschunterdrückung achten, damit Kommentare oder die eigentlichen Geräusche der Fahrt noch hörbar sind.

Autor: Christian