Camcorder: Camcorder im Vergleich - Neue Sensoren bringen nicht nur Verbesserungen

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camcorder-im-test1Die Redakteure der Zeitschrift ''Video Kamera objektiv'' haben voll Spannung zwei Camcorder von Panasonic und Sony erwartet, da diese mit neuer Sensortechnik auf den Markt kamen. Allerdings wurden die Erwartungen ganz anders erfüllt als gedacht: Sony stattet seinen HDR-XR500V mit mehr Pixeln aus und zeigte dennoch ein unschärferes Bild. Und der Panasonic HDC-HS300 bringt volle High Definition Qualität in die Einsteigerklasse und produzierte bei wenig Licht keine scharfen Aufnahmen mehr.

Der Panasonic HDC-HS300 ist die erste Videokamera von Panasonic mit Full HD. Die CMOS-Sensoren lösen nicht nur höher auf, sie sind selbst auch größer als zuvor – wodurch auch die Pixel größer ausfallen können. Die Testaufnahmen zeigten dann auch eine Vielzahl feiner Details und sehr gute Texturen. Im Messlabor erwies sich die Auflösung als die höchste, die in horizontaler Richtung bisher gemessen wurde. Leider nutzt der Panasonic künstliche Nachschärfung, wodurch das Bild zwar sehr scharf aussah, doch Säume an bestimmten Objekten zeigte. Zudem ist die diagonale und vertikale Auflösung weniger hoch als die horizontale. Der Sony HDR-XR500V hingegen begrenzt die horizontale Auflösung – und das mehr als nötig, so der Testredakteur. Daher wirkten seine Testbilder weicher gezeichnet als die von Panasonic. Dafür setzt Sony glücklicherweise keine Nachschärfung ein und auch eine Kontrastautomatik kommt nicht zum Einsatz. Positive Folge davon ist, dass in dunklen Bildbereichen mehr Durchzeichnung erhalten bleibt. Bei der Abbildung von besonders feinen Details zeigten sich jedoch Abbildungsfehler: Es entstanden farbige Moires. Beim Panasonic lieferte der automatische Weißabgleich ein neutrales, bis kühles Bild; Sony hingegen stimmte wieder etwas wärmere Farben ab. Weniger gefallen hat den Testredakteuren, dass Sony dem Videofilmer so wenig Informationen über Aufnahmeparameter gibt. Welche Blende und Verschlusszeit genutzt wurde, erfährt der Filmemacher immer erst hinterher. Am Panasonic-Camcorder wurde bemängelt, dass sein Bildstabilisator nicht ganz so gut arbeitete wie beim Modell von Sony. Sony verspricht besonders gute Qualität für den Filmdreh bei wenig Licht in der Umgebung. In der Tat zeigte das Bild in dieser Aufnahmesituation ''kaum abnehmende Farben'' und nur wenig Bildrauschen. Zudem war das Bild scharf, da kaum Rauschunterdrückung eingesetzt werden muss. Besonders kräftige Farben bei wenig Licht produzierte auch der Panasonic. Doch die Schärfe und hohe Auflösung der Aufnahmen ging verloren, weil eine recht aggressive Rauschunterdrückung zum Einsatz kam. So wirkten die Videos ''künstlich'', lautet die Bewertung.

Hier finden Sie die beiden Camcorder in einer Übersicht mit einem Testfazit und weiteren Informationen.

Autor: Anne K.