Camcorder: Camcorder im Test - Kleiner Panasonic zeigte wahre Größe

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camcorder-im-test3Da das Band als Aufzeichnungsmedium ausgestorben ist und von Festplatten und Speicherkarten ersetzt wird, sind auch die Preise für Camcorder in der Einsteigerklasse gestiegen. Zahlte man früher 200, müssen jetzt mindestens 300 Euro hingeblättert werden, um eines der einfachsten Modelle zu erwerben. Dafür hat sich bei der Ausstattung der Videokameras auch einiges getan. So viel, dass die Testredakteure der Zeitschrift ''Videoaktiv Digital'' bei jedem getesteten Gerät individuelle Vorzüge fanden. Testsieger wurde der Panasonic SDR-S15 – das kleinste Modell im Test.

Der Panasonic SDR-S15 ist besonders klein und lässt sich daher nicht immer wirklich gut bedienen. Die Bilder zeigten einen ''harmonischen Gesamteindruck'', nur bei wenig Licht in der Umgebung gerieten die Testaufnahmen zu dunkel. Bei hellem Licht ''übertrieb'' der S15 etwas bei den Farben und bildete diese übersättigt ab. Details wurden ''nicht allzu scharf'' wiedergegeben, so die Testredakteure. Dafür benutzte der Camcorder nur eine dezente Kantenaufsteilung. Bildrauschen produzierte der Kleine nur sehr wenig und auch der Klang der Tonaufnahmen konnte überzeugen. Leider verwischten bei Schwenks die Details in den Videoclips. Wer seine Filme nicht schneiden, aber sofort und (beinahe) überall anschauen möchte, dem empfehlen die Tester den DVD-Camcorder Canon DC 410. Er ist groß und vergleichsweise schwer, liegt dafür aber gut in der Hand. Die Bedienung verlangte ein wenig Eingewöhnung, klappte dann jedoch ''recht intuitiv''. Das Bild war ordentlich, aber ''unspektakulär''. Die Farben wurden etwas blass wiedergegeben und im Innenraum flimmerten die Schwenks. Die Bildschärfe war hingegen in Ordnung, nur feine Details sahen zu flächig aus. Bildrauschen konnte glücklicherweise kaum festgestellt werden, dafür wird die Tonqualität bemängelt: Die Aufnahme klang dumpf und das DVD-Laufwerk machte sich mit Eigengeräuschen bemerkbar. Das beste Bild bei wenig Licht in der Umgebung produzierte der JVC Everio GZ-MS120. Das Bild war unter diesen Umständen hell, scharf und zeigte kräftige Farben. Es trat Bildrauschen auf, doch das verziehen die Testredakteure gerne auf Grund des harmonischen Gesamteindrucks. Bei hellem Licht zeigte sich in den Aufnahmen jedoch eine störende Kantenaufsteilung und Schwenks quittierte die Kamera mit Artefakten. Dafür glänzte der Akku mit seinem langen Durchhaltevermögen. Die Tonaufnahmen hätte wiederum fülliger klingen können.

Autor: Anne K.